Sonntag, 28. August 2016

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Personaldienstleister fusionieren Manpower rückt mit Übernahme in die Top 3 auf

Manpower-Deutschland-Chef Herwarth Brune: Durch die Übernahme von 7S wird Manpower drittgrößter Personaldienstleister in Deutschland

Der Personaldienstleister ManpowerGroup Deutschland übernimmt die 7S Group. Wie die beiden Unternehmen manager magazin bestätigten, wurde der entsprechende Übernahmevertrag am Donnerstag unterzeichnet. Damit steigt die ManpowerGroup mit mehr als 27.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 880 Millionen Euro in die Top 3 der größten Zeitarbeitsfirmen in Deutschland auf. Dazu gehören neben Manpower aus Eschborn noch die deutschen Abteilungen der holländischen Randstad und der Schweizer Adecco.

Die 7S Group aus Jena gehört mit rund 8000 Mitarbeitern zu den zehn führenden Personaldienstleistern in Deutschland. Sie hat sich auf die Bereiche Healthcare, Gastronomie, IT, Engineering, Aviation sowie Industrie und Technik spezialisiert. Das Unternehmen hat mehr als 200 Niederlassungen in Deutschland, über den Kaufpreis schwiegen sich die beiden beteiligten Unternehmen aus.

Die ManpowerGroup, die in Deutschland mit den Gesellschaften Manpower, Experis und Right Management an 160 Standorten aktiv ist, setzt mit der Akquisition ihren Expansionskurs fort. "Mit der Übernahme werden wir führender Workforce-Solutions-Anbieter", sagte Herwarth Brune, Geschäftsführer der ManpowerGroup Deutschland. Dazu gehörten Personallösungen, die auf bestimmte Branchen zugeschnitten sind. "Bei Aviation, Healthcare und Gastronomie nehmen wir künftig eine führende Rolle ein - und gewinnen Expertise in der technischen Projektabwicklung", so Brune.

Für die 7S Group bedeute die Übernahme, als spezialisierter Dienstleister in das globale Netzwerk der Manpower Group integriert zu werden, so Christian Speidel, Geschäftsführer der 7S Group. Speidel verkauft seine Anteile und wird Ende 2016 das Unternehmen verlassen. Bis dahin werde er den Integrationsprozess aktiv begleiten, so Speidel.

Für Mitarbeiter und Kunden ändere sich durch die Akquisition nichts, betonte Brune. Spätestens im September soll die Übernahme auch formal abgeschlossen sein, bis dahin müssen die deutschen und europäischen Kartellämter noch zustimmen.

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