Von Klaus Werle
Dennoch könnte 2013 für die Beschäftigten etwas mehr drin sein. "Die Unternehmen wollen die Leistungsträger halten und motivieren", sagt Alexander von Preen, Gehaltsexperte bei Kienbaum. "Das gelingt nicht allein mit Geld .- aber es ist ein wichtiger Hygienefaktor." Besonders die Einstiegsgehälter für Bachelor-Absolventen begehrter Fächer könnten zulegen - allerdings auch die variablen Anteile an der Entlohnung der Berufseinsteiger. Schon heute enthält die Vergütung von weit mehr als der Hälfte aller Absolventen variable Bestandteile - die noch größer werden, je weiter jemand in der Firmenhierarchie aufsteigt.
Innerhalb des Lohnspektrums führt dies seit Jahren zu einer immer stärkeren Differenzierung - innerhalb von Berufsgruppen, Unternehmen, Branchen und Regionen. "Derzeit werden zahlreiche Jobprofile umgeschrieben und angepasst. Wenn sich Geschäftsmodell und Ertragskraft einer ganzen Branche ändern, verändern sich auch die Gehaltsstrukturen", formuliert von Preen zurückhaltend. Entsprechend dürften die Zuwächse in florierenden Branchen wie IT oder Maschinenbau deutlich höher ausfallen als etwa in der Banken- oder Energiewirtschaft.
Je mehr sich Gehälter ausdifferenzieren, umso schwieriger fällt es, die eigene Entlohnung objektiv zu betrachten - und sie einzuordnen in den Kontext des Unternehmens oder der Kollegen. Denn über Geld spricht man nicht. Selbst beste Freunde werden plötzlich schweigsam, wenn es um den monatlichen Lohnscheck geht. Das ist nicht neu - doch die unsichere wirtschaftliche Lage, die Euro-Krise und die Angst vor Inflation setzen das Thema Gehalt in verschärfter Form auf die Tagesordnung.
Der Gehaltsreport, eine Aktion von "manager magazin" und XING, startet bereits zum dritten Mal - 2011 nahmen rund 170.000 Beschäftigte teil. Auch diesmal fließen die Angaben in eine breite, empirische Erhebung ein, deren Ergebnisse im Juni-Heft des "manager magazins" veröffentlicht werden.
Der Report liefert Gehaltsdaten, die nach Branche, Berufserfahrung, hierarchischer Position oder Region aufgeschlüsselt sind. So kann jeder, der möchte, seine Position im Gehältergefüge, in seinem Unternehmen oder seiner Peer Group einschätzen. Selbstverständlich streng vertraulich. Eine wichtige Argumentationshilfe für künftige, eigene Gehaltsverhandlungen.
Und so geht's:
Unter den Teilnehmern werden fünf XING-Premiummitgliedschaften für ein Jahr sowie 15 Bücher von Autoren des "manager magazins" und des "SPIEGEL" verlost.
Der Gehaltsreport ist eine Aktion von "manager magazin" und XING. Es dauert etwa 20 Minuten, die Fragen zu beantworten.
Für Fragen ist eine Mail-Hotline eingerichtet: gehaltsreport@manager-magazin.de
Antworten auf häufige Fragen finden Sie auch in den FAQs.
Auf "KarriereSPIEGEL", dem gemeinsamen Portal von "Spiegel Online" und "manager-magazin.de" finden Sie in den kommenden Wochen zusätzlich zahlreiche Artikel, die sich dem Thema Gehalt aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Darunter Interviews mit Experten, Tipps für Gehaltsverhandlungen oder wissenschaftliche Analysen zur Psychologie des Geldes.
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