Reykjavik - Zwei weitere Ex-Manager der zusammengebrochenen isländischen Kaupthing-Bank sitzen hinter Gittern. Wie der Rundfunksender RUV am Mittwochmorgen meldete, hat die Polizei die früheren Führungskräfte Ingólfur Helgason und Steingrímur Kárason nach einem Verhör in Reykjavik festgenommen. Gleichzeitig wurde für Ex-Aufsichtsratschef Sigurdur Einarsson ein internationaler Haftbefehl ausgestellt.
Seit vergangener Woche sitzen der frühere Kaupthing-Vorstandschef Heidar Már Sigurdsson und der frühere Leiter der Luxemburger Niederlassung, Magnus Gudmundsson, in Untersuchungshaft. Der staatliche Sonderermittler zum isländischen Bankenkollaps 2008, Olafur Hauksson, wirft ihnen unter anderem Scheingeschäfte in Milliardenhöhe, Dokumentenfälschung, Verletzung der Börsenregeln und Manipulation von Bilanzzahlen vor.
Kaupthing war im Oktober 2008 zusammen mit den isländischen Banken Glitnir und Landsbanki nach dem Scheitern extrem expansiver Kreditgeschäfte zahlungsunfähig geworden. Zusammen hinterließen die drei danach verstaatlichten Geldinstitute der Inselrepublik mit 320.000 Einwohnern Schulden in zehnfacher Höhe der jährlichen Wirtschaftsleistung.
manager magazin mit Material von dpa-afx
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