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03.05.2010
 

Deutsche Telekom

Neuer Technikchef kommt von Cisco

Die Deutsche Telekom hat einen neuen Technik- und Innovationsvorstand. Als Nachfolger des im Februar gegangenen Hamid Akhavan tritt ab sofort Cisco-Manager Edward Kozel an. Die Nachricht kommt rechtzeitig zur Hauptversammlung des Konzerns.

Köln - Edward Kozel trete mit sofortiger Wirkung die Nachfolge von Hamid Akhavan an, teilte der Bonner Dax-Konzern am Montagmorgen mit. Der 54-jährige Amerikaner war zuletzt Vorstandsmitglied beim Netzwerkausrüster Cisco Systems Chart zeigen. Akhavan hatte die Deutsche Telekom Chart zeigen Mitte Februar verlassen und die Führung der Siemens-Sparte Enterprise Communications (SEN) übernommen.

Schneller Wechsel: Ein neuer Technikvorstand ist gefunden - eine Baustelle weniger für Konzernchef Obermann
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DDP

Schneller Wechsel: Ein neuer Technikvorstand ist gefunden - eine Baustelle weniger für Konzernchef Obermann

Eine hitzige Debatte erwartet Telekom-Chef René Obermann bei der Hauptversammlung am heutigen Montag. Mit seinem Dividendenversprechen und seiner Strategie für die nächsten Jahre wollte Obermann die Anleger etwas besänftigen. Trotzdem wird er sich in Köln auf kritische Fragen vorbereiten müssen. Denn die Telekom befindet sich wieder einmal im Umbau. In Deutschland werden gerade Fest- und Mobilfunkaktivitäten zusammengelegt, in Großbritannien hat die Telekom gerade erst ein Joint Venture auf den Weg gebracht. Und die US-Tochter ist und bleibt das Sorgenkind des Konzerns.

Die "Strategie 2.0", die Obermann bereits Mitte März präsentierte, dürfte eines der Hauptthemen bei dem Aktionärstreffen in der Kölner Lanxess-Arena sein. Der Telekom-Chef will sich die starke Nachfrage nach mobilem Internet, Breitband und nicht zuletzt T-Dienstleistungen wie das viel zitierte "Cloud Computing" zunutze machen, um die Umsätze der Telekom in den nächsten Jahren auch wieder organisch zu steigern. Bis 2015 soll sich der Umsatz dieser neuen "Wachstumsfelder" auf 30 Milliarden Euro fast verdoppeln. Lars Labryga von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) kündigt schon jetzt an: "Daran wird sich Obermann messen lassen müssen."

Doch trotz der Zukunftsmusik bleiben die Baustellen im Konzern - bei T-Mobile USA konnte Obermann das Ruder bislang noch nicht herumreißen. Der laufende Netzausbau soll die Lücke zu den Wettbewerbern irgendwann schließen. Auch in Osteuropa, wo die Telekom an der griechischen OTE beteiligt ist, läuft das Geschäft nicht ganz rund. Und das Joint Venture der britischen Tochter T-Mobile UK mit France Telecom Chart zeigen muss seinen Erfolg erst noch unter Beweis stellen. Das gleiche gilt für das Projekt "One Company" - die Zusammenlegung von Mobilfunk und Festnetz auf dem Heimatmarkt.

Dafür hat Obermann seinen Aktionären endlich eine Dividende garantiert. Bis 2012 hat die Telekom ihren Anlegern eine Dividende von mindestens 70 Cent je Aktie versprochen. Die gesamte Ausschüttungssumme soll im Schnitt bei 3,4 Milliarden Euro liegen. Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hält die Dividendenaussage für richtig. "Ich habe den Eindruck, dass die Deutsche Telekom damit mehr auf die Anforderungen der Kapitalmärkte eingeht", sagt er. Für 2009 bekommen die Aktionäre noch 78 Cent je Aktie - für in Deutschland lebende Anleger ist sie wie immer steuerfrei.

Abseits des operativen Geschäfts ist der Datenskandal auch in diesem Jahr noch einmal Thema. Zwar haben sich die Wogen inzwischen etwas geglättet. Die Ermittlungen gegen den ehemaligen Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel und den früheren Konzernchef Kai-Uwe Ricke sind inzwischen abgeschlossen, die Ergebnisse liegen aber bislang nicht vor. Aus diesem Grund soll die Entlastung von Zumwinkel für das Geschäftsjahr 2008 auch noch einmal um ein Jahr vertagt werden. Zur Abstimmung steht auch ein neues Vergütungsmodell für den Vorstand, dass sich an langfristigen Komponenten, Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit orientiert.

Pünktlich zur Hauptversammlung hat die Gewerkschaft Verdi auch noch einmal die Arbeitsbedingungen bei der US-Tochter T-Mobile USA angeprangert. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich kleinere Pensionsfonds besorgt gezeigt und den Vorstand zur Rede gestellt.

manager magazin mit Material von dpa-afx

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