Berlin - Der langjährige Bankmanager Andreas Raymond Dombret soll in den Vorstand der Bundesbank aufrücken. Der Finanzausschuss des Bundesrates entschied sich am Donnerstag einstimmig für den 50-jährigen, in den USA geborenen Deutsch-Amerikaner.
"Er ist sein halbes Leben in Banken tätig gewesen", sagte Schleswig-Holsteins Finanzminister Rainer Wiegard (CDU), dem das Vorschlagrecht zustand, der Nachrichtenagentur Reuters. Dombret verfüge über eine ausgezeichnete Bankenexpertise, die der Bundesbank-Vorstand gut vertrage. Der Bundesrat soll Dombret am 26. März förmlich vorschlagen.
Dombret soll den bisher von Hans-Helmut Kotz besetzten Posten in der Bundesbank einnehmen. Dessen Vertrag läuft Ende April aus. Damit wäre der Vorstand der deutschen Zentralbank wieder komplett. Für den zweiten freiwerdenden Vorstandsposten hatte die Bundesregierung den FDP-Finanzpolitiker Carl-Ludwig Thiele vorgeschlagen, der am Dienstag bereits seine Anhörung durch die Bundesbank hinter sich gebracht hat.
Dombret war zuletzt Vice-Chairman der Bank of America
für Europa, Mittlerer Osten und Afrika, die er im vorigen Jahr aber verließ. Zuvor war er in führenden Positionen unter anderem bei der Deutschen Bank, der Investmentbank Rothschild sowie bei JP Morgan tätig. "Ein echter Banker tut der Bundesbank gut", zitierte ein Sprecher den bayerischen Finanzminister Georg Fahrenschon.
manager magazin mit Material von reuters
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