Frankfurt am Main - Der für die Pharma- und Kosmetikindustrie produzierende Verpackungshersteller Gerresheimer
verliert überraschend den Vorstandschef. Amtsinhaber Axel Herberg wechselt im Herbst zum Finanzinvestor Blackstone, dessen Beteiligungsgeschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz er führen soll. Vom 22. Juni an werde Uwe Röhrhoff den Gerresheimer-Vorstand führen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Röhrhoff gehört dem Gremium seit 2003 an.
Blackstone
Dividende soll entfallen
An der Börse büßte die Gerresheimer-Aktie
1,5 Prozent ein, während der Nebenwerte-Index MDax
im Plus notierte. Neben dem Chefwechsel hatte das Unternehmen auch eine Streichung der Dividende angekündigt und einen Geschäftsausblick bekanntgegeben, den Analysten als schwach bezeichneten. Der Konzern erklärte zwar, mit einer Belebung der Nachfrage zu rechnen. Für das laufende Geschäftsjahr werde aber beim bereinigten Umsatz nur ein Anstieg um 2 bis 4 Prozent angepeilt.
Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr (per Ende November) gab sich Gerresheimer
zufrieden. Auf vergleichbarer Basis - ohne den veräußerten Bereich Technische Kunststoffsysteme - lagen die Erlöse mit 971 Millionen um 1,5 Prozent unter dem Vorjahreswert, was den eigenen Prognosen entsprach. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) reduzierte sich auf 186 (Vorjahr: 206) Millionen Euro. Als Konsequenz soll die Ausschüttung an die Aktionäre wegfallen. Im Vorjahr hatten die Aktionäre noch 40 Cent je Aktie bekommen. Der Überschuss stieg dagegen wegen geringerer Einmalaufwendungen von 4,5 Millionen auf 7 Millionen Euro.
manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen
© manager magazin Online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH