Von Anne Spies und Klaus Werle
Hamburg - Die deutschen Führungskräfte leiden unter der Krise. Fast jeder fünfte leitende Angestellte musste bereits Gehaltseinbußen hinnehmen, wobei die Differenzen zwischen den Branchen ausgeprägt sind. Während in der Autoindustrie jede zweite Führungskraft von Kürzungen der Vergütung betroffen ist, ist es bei Banken und Versicherungen, in der chemischen Industrie und im Maschinenbau nur jeder Vierte, in der Pharmabranche sind sogar lediglich 5 Prozent betroffen.
Gehaltsreport
Der mm-Gehaltsreport zeigt, wer von der Krise besonders betroffen ist, welche Branchen am besten zahlen – und was Manager wirklich verdienen. Lesen Sie mehr im aktuellen manager magazin, Heft 10/2009, ab Seite 109.
Anders als häufig in der öffentlichen Diskussion um die Millionengehälter der Konzernvorstände unterstellt, verdient in Wahrheit nur eine kleine Minderheit der Manager sehr hohe Gehälter. Der Durchschnittsverdienst von leitenden Angestellten beträgt dem Gehaltsreport zufolge 82.000 Euro, nur 7 Prozent der Befragten kommen auf 110.000 Euro und mehr. Selbst auf der oberen Führungsebene liegen die durchschnittlichen Jahresverfügungen von über 50-jährigen Managern zwischen 135.000 Euro (im Maschinenbau) und 168.000 Euro (in der Autoindustrie).
In allen Branchen ist eine große Spreizung der Gehälter zwischen den hierarchischen Stufen zu beobachten. So liegt die Einkommensdifferenz zwischen der unteren und der oberen Managementebene bei rund 100 Prozent.
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