Von Michael Gatermann, Karsten Langer und Klaus Werle
Hamburg - Die Jobaussichten für Hochschulabsolventen sind besser als befürchtet. Dies ist das Ergebnis einer exklusiven manager-magazin-Umfrage unter den Dax-Firmen. Die vollständigen Ergebnisse veröffentlicht das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (21. August) im Handel erhältlich ist.
Danach reduzieren trotz der Wirtschaftskrise nur zehn der 30 befragten Unternehmen in diesem Jahr die Zahl der Absolventen, die sie einstellen. Die meisten Personalabteilungen stellen in ähnlicher Größenordnung ein wie 2008. Auch die Einstiegsgehälter wurden nicht gekürzt - sondern teilweise gemäß Tarifabschlüssen sogar angehoben.
Dennoch bewerten die Jungakademiker ihre Zukunft pessimistischer, wie das "Absolventenbarometer 2009" von Trendence ergab. Das Berliner Beratungsunternehmen befragte rund 18.000 examensnahe Studierende der Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften nach ihren Traumarbeitgebern und ihren Erwartungen. Fast zwei Drittel der Wirtschaftswissenschaftler glauben, dass es in diesem Jahr schwierig sein wird, einen Arbeitsplatz zu finden - 2008 hatten dieser Aussage nur gut 26 Prozent zugestimmt.
Im Ranking der Toparbeitgeber steht 2009 erstmals seit Langem bei den Wirtschaftswissenschaftlern kein Autokonzern an der Spitze. Stattdessen konnte Lufthansa
trotz Einstellungsstopp den ersten Platz erobern, gefolgt von Audi
, Porsche
, BMW
und der Deutschen Bank
.
Die angehenden Ingenieure wählten Audi, Porsche, BMW, Siemens
und Daimler
auf die Plätze eins bis fünf. Trotz ihrer Dominanz auf den Rängen haben viele Automobilisten allerdings prozentual an Beliebtheit eingebüßt. "Die Hiobsbotschaften der vergangenen Monate spielen hier sicher eine gewisse Rolle", sagt Trendence-Geschäftsführer Holger Koch. Neben BMW, Porsche und Daimler zählen auch PricewaterhouseCoopers und Puma
zu den diesjährigen Verlierern in der Gunst der Wirtschaftswissenschaftler.
Für eine erfolgreiche Bewerbung erwarten die Toparbeitgeber allerdings auch Einiges: Gute Noten, schnelles Studium, Praktika und Internationalität sind ein Muss, ebenso hohe Mobilität und Eigenmotivation.
"Wir wollen keinen, der im Job nur die Zeit zwischen Ein- und Ausstempeln überbrückt", sagt Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer.
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