Von Helmut Reich
Bangalore - Die baden-württembergische Lapp Gruppe ist global aufgestellt: An weltweit 17 Produktionsstandorten stellt das inhabergeführte Unternehmen Kabel für Industrieanwendungen her. Ein Standort befindet sich im indischen Bangalore. Dort gründete das inhabergeführte Unternehmen Anfang des vergangenen Jahres das Lapp Center Asia. Doch schon seit 1996 ist Lapp in Bangalore mit einer eigenen Fertigung präsent - eine zukunftsweisende Entscheidung, wie sich herausstellen sollte.
In den vergangenen fünf Jahren lagen die jährlichen Wachstumsraten von Lapp India bei rund 30 Prozent. Mittlerweile zählen über 1500 indische Unternehmen, vor allem aus den Branchen Automobil, Öl, Maschinenbau und Schiffsindustrie, zu den Kunden der Baden-Württemberger. Doch nicht nur neue Produkte werden in Bangalore hergestellt und präsentiert, auch für Qualitätsprüfungen und Testverfahren dient der indische Standort.
Vorstandschef Andreas Lapp bezeichnet das Engagement seines Unternehmens in Indien als Herzensangelegenheit. "Es sollen Brücken gebaut werden zwischen Menschen und Kulturen, Wirtschaft und Wissenschaft", sagt Lapp. Grund genug für die Mitglieder der local lounge Bangalore, sich vor Ort bei Lapp India umzuschauen und die neusten Entwicklungen der indischen Wirtschaft mit den geladenen Experten zu diskutieren.
Um die indische Wirtschaft muss man sich wenig Sorgen machen. Deepak Jain vom Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG gab eine Einschätzung zur aktuellen Lage der indischen Wirtschaftsdaten ab: "Das Bruttosozialprodukt steigt derzeit um 6,7 Prozent - nicht mehr ganz so stark wie im Vorjahr, doch noch immer ein deutliches Wachstum". Die Konjunkturprogramme der Regierung zeigten also ihre Wirkung. "Die neue indische Regierung strebt schon bald wieder ein Wachstum von 9 Prozent an", sagt Jain, verweist aber auch auf die zunehmende Staatsverschuldung.
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