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06.05.2009
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Karriere

Wissen ist Macht

2. Teil: Seinen Arbeitsplatz schützen

"Wer seinen Arbeitsplatz schützen will, muss Kompetenzen sammeln", betont auch Kai Probst. Es sei auch Aufgabe des einzelnen Mitarbeiters, sich mit seinen beruflichen Zielen und dem persönlichen Weiterbildungsbedarf zu befassen. Wer damit in die Personalentwicklung oder zu seinem Fachvorgesetzten geht und deutlich macht, was die Maßnahme dem Unternehmen bringt, finde in der Regel Gehör: "Der Mitarbeiter gibt einen Teil seines Urlaubs, das Unternehmen übernimmt die Kosten, diese Kombination findet immer mehr Anhänger."

Die Schulbank drücken: Die für viele ungewohnte Form ändert nichts daran, dass Weiterbildung hilfreich ist
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Die Schulbank drücken: Die für viele ungewohnte Form ändert nichts daran, dass Weiterbildung hilfreich ist

Aber auch wer seine Weiterbildung selbst organisiert und bezahlt, sollte das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen, rät Dörte Giebel. "Weiterbildungsbereitschaft wird grundsätzlich positiv bewertet, umso mehr, wenn sie Wissenslücken im Unternehmen schließt." Allerdings sollte der Mitarbeiter darauf achten, dass die Maßnahme zu seiner Persönlichkeit passt. "Es braucht Motivation, sich parallel zum Beruf weiterzubilden."

Gerade um diese Doppelbelastung sieht es in wirtschaftlich guten Zeiten schwierig aus: Wenn die Mitarbeiter Arbeitszeiten von 50 Stunden und mehr haben, kommt das Lernen oft zu kurz. Insofern könne die Krise auch eine Chance sein, Versäumtes nachzuholen und sich für neue Zeiten zu wappnen, meint Seufert. "Die Automobilbranche wird nach der Krise anders aussehen als davor. Das wird Konsequenzen für viele Zulieferer haben. Darauf sollten sie sich vorbereiten."

Wichtig ist, die Weiterbildungsmaßnahme genau auszuwählen und sie intern oder per E-Learning zu begleiten. "Die Zeit der Incentives ist definitiv vorbei", erklärt Bildungsmanagerin Seufert. Statt Weiterbildung nur als Belohnung für erfolgreiche Mitarbeiter zu sehen, sollte das Thema in alle Prozesse, etwa in die Jahresgespräche, eingebunden werden. Die Auswahl dürfe sich weiterhin nicht nur von Geschäftszielen, sondern auch von den Entwicklungszielen leiten lassen. Seufert fordert daher ein dreigliedriges Kompetenzmodell für Manager, bestehend aus Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz: "Gerade in der Krise muss ich auch mich und andere führen können. Fachwissen allein hilft nicht weiter."

Deike Uhtenwoldt, dpa

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