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02.03.2009
 

Investmentlegende

Warren Buffett räumt Fehler ein

Von Marc Pitzke, New York

Die Finanzkrise hat einen der berühmtesten Investoren weltweit auf dem falschen Fuß erwischt: Der Gewinn der Holding Berkshire Hathaway ist um rund 60 Prozent eingebrochen. Der reichste Mann der Welt analysiert die Lage an den Finanzmärkten - und räumt auch eigene Fehler ein.

New York - Als er noch jung war, sah Warren Buffett, 77, in den Restaurants seiner Heimat Nebraska oft Hinweisschilder an die Kunden: "Wir vertrauen Gott; alle anderen zahlen bar." Ein altes Credo, das - wie der legendäre Investor anmerkt - in der heutigen Kreditkrise plötzlich eine neue Bedeutung gewonnen hat: "Es ist zur Losung des Landes geworden."

Investment-Guru Buffett: "Hungrige Mücke im Nudistenlager"
REUTERS

Investment-Guru Buffett: "Hungrige Mücke im Nudistenlager"

Diese leicht amüsierte Feststellung findet sich am Anfang des alljährlichen Aktionärsbriefs, den Milliardär Buffett am Wochenende an die mehr als 18.000 Anteilseigner seines Holdingkonzerns Berkshire Hathaway schickte, inklusive Microsoft-Gründer Bill Gates. Der traditionelle "Shareholder Letter" des laut "Forbes" reichsten Mannes der Welt gilt als "Muss-Lektüre" ("Wall Street Journal"), nicht nur für seine Jünger. Der Bericht liest sich kurios, kontrovers, köstlich - und ist stets mit folkloristischen Weisheiten gespickt.

Vor allem natürlich in diesem Katastrophenjahr war die Erwartung deshalb hoch: Was hat das "Orakel von Omaha" über die Rezession zu sagen? Über den Kollaps der Wall Street und die US-Milliardenpakete für die Wirtschaft? Welche Tipps gibt er den Betroffenen? Und wie durchschifft er selbst, der bisher immer alles unbeschadet überstanden hat, diese Unwetter?

Der Börsenpapst enttäuscht seine Gemeinde auch dieses Mal nicht: Der Brief - den Buffett im Manuskript stets an seine Schwestern adressiert ("Liebe Doris und Bertie") und erst in der Endfassung "An die Aktionäre von Berkshire Hathaway" - wimmelt von skurrilen Details, amüsanten Einblicken und harscher Realität. Die schlechte Nachricht vorweg - sprich, die Schlagzeile, die die Medien daraus gewinnen dürften: Trotz seines siebten Investmentsinns blickt sogar der Börsenguru Nummer eins auf das miserabelste Jahr seiner Karriere zurück.

Berkshire schaffte es nur knapp in die schwarzen Zahlen. Im vierten Quartal brach das Nettoergebnis um satte 96 Prozent auf 117 Millionen Dollar ein (Vergleichsquartal 2008: 2,9 Milliarden Dollar plus). Die Einnahmen schrumpften um zwölf Prozent auf 24,6 Milliarden Dollar.

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insgesamt 647 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
15.04.2009 von Diomedes: Nicht die schlechte Bank, die schlechte Regierung ist hier das Problem! II

Nun, wenn ich recht verstehe sollen also jene astronomischen Summen zur Expansion von Privatunternehmen vom Staat aufgebracht werden, doch damit hat sich allenfalls der Verdacht der Unfähigkeit in erwiesenen Vorsatz verwandelt, [...] mehr...

15.04.2009 von frank_meck: 500 Mrd. reichen nicht ?

Ich habe mir den Artikel "angetan". Hier ist der "Höhepunkt": "...Der CDU-Finanzpolitiker Otto Bernhardt bezeichnete es allerdings als nicht nachvollziehbar, dass der Staat sage, mit Schrottanleihen wolle er nichts zu tun [...] mehr...

15.04.2009 von teilnehmender_beobachter: Meine Zustimmung

.. bis auf "500 Mrd. Euro wurden ohne Sinn und Verstand verschwendet": die wissen schon was sie tun, siehe Kommentar [...] mehr...

15.04.2009 von Diomedes: Nicht die schlechte Bank, die schlechte Regierung ist hier das Problem!

Würde der herzallerliebste Bundestag bitte endlich aus seinem langen, langen Dornröschenschlaf erwachen und umgehend die Regierung Merkel durch das konstruktive Misstrauensvotum stürzen? Sowie alle bisher gewährten Staatshilfen [...] mehr...

14.04.2009 von kaminsims:

Also ehrlich SpOn-Redaktion, ich verstehe euch nicht. Was wollt ihr eigentlich darstellen? http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,618929,00.html "BAD BANK Politiker von Union und SPD mahnen schnelle Entscheidung an" [...] mehr...

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