mm.de: Derzeit werden die Deutschbanker über ihre Bonuszahlungen informiert. Wie groß fällt der Schock aus?
Zühlke: Die Stimmung wird nicht kippen, die Mitarbeiter erleiden wegen der Vergütungen keinen Schock. Die Deutsche Bank
Wir beobachten allerdings eine wachsende Angst um den Arbeitsplatz. Es wird weitere Entlassungsrunden in der Branche geben. Da wird sich zeigen, wer dabei bleibt. Bei vielen ist Unsicherheit da, ob der Arbeitsplatz die nächsten sechs Monate noch sicher ist. Das wird vor allem das Investmentbanking betreffen - weltweit, aber es ist auch in Frankfurt sichtbar.
mm.de: Wer kommt glimpflich davon, wer wird geschoren?
Zühlke: Wir gehen davon aus, dass die Deutsche Bank ihre guten Mitarbeiter einigermaßen bezahlen wird. Das heißt, dass die Spitzenkraft mit vielleicht nur mit 5 bis 10 Prozent weniger nach Hause geht. Die Schere im Vergleich zu seinem Kollegen, der nicht so erfolgreich war, wird aber deutlich größer. Der bekommt vielleicht 70 oder 80 Prozent weniger aus dem Topf.
mm.de: Welche Bereiche sind besonders von harten Einschnitten betroffen?
Zühlke: Wir wissen, dass die Deutsche Bank im Handel viel Geld verloren hat. Es ist kein Zufall, dass in New York Herr Weinstein gehen musste. In London wurde der Derivatehandel fast komplett aufgelöst - in den Bereichen wo wenig verdient wird, da wird auch schlecht bezahlt.
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