Die Haltung erscheint umso dramatischer, da Deutschland eine schwere Rezession droht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2009 im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozent schrumpfen, teilte die EU-Kommission am Montag in ihrem neuen Konjunkturgutachten mit. Finanzminister Peer Steinbrück erklärte, die vorgelegten Zahlen stimmten ungefähr mit denen überein, die die Regierung am Mittwoch im Jahreswirtschaftsbericht präsentieren wolle.
Außerdem erwartet die Bundesregierung laut Agenturberichten einen Anstieg der Arbeitslosenzahl im Jahresverlauf um 500.000 auf rund 3,5 Millionen. Beim Export rechnet die Bundesregierung - nach zweistelligen Zuwachsraten in den Vorjahren - in diesem Jahr mit einem Einbruch um 8,9 Prozent.
Wenn die Exporte tatsächlich wie prognostiziert um rund neun Prozent zurückgehen, stehen einige Industriezweige in Deutschland vor erheblichen Problemen. Die Einbrüche können durch staatliche Stützungsaktionen und tarifliche Zugeständnisse der Gewerkschaften bestenfalls abgefedert werden, erklären die Booz-Experten.
Manager sollten ihre Krisenabwehr daher unabhängig von Konjunkturpaketen und Rettungsplänen betrieben, heißt es bei Booz. "CEOs sollten nicht auf Hilfe von außen spekulieren", sagt Deutschland-Chef Eikelmann.
manager-magazin.de mit Material von dpa-afx
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