Achtsamkeit kann im Alltag helfen, einem Burnout vorzubeugen. Der Begriff steht im Mittelpunkt einer Methode zur Stressbewältigung, die in den vergangenen Jahren viel an Aufmerksamkeit gewonnen hat. "Mindfulness Based Stress Reduction" heißt sie auf Englisch, also achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung.
In entsprechenden Stressbewältigungs-Kursen lasse sich das schrittweise erreichen. Die Übungen lehnen sich unter anderem an Yoga und klassische Meditation an. "Das können Stille- oder Gehmeditationen sein", sagte Schmidt. "Achtsamkeit ist ein wichtiger Aspekt im Buddhismus." In der Regel helfe die Teilnahme an einem Kurs bereits, Stress zu verringern. Die Veränderungen lassen sich an den Gehirnaktivitäten ablesen, sagte der Psychologe.
Idealerweise wird Achtsamkeit bereits geübt, bevor der Stress und die Burnout-Gefährdung zu groß werden: "Das Problem ist gerade, dass die Stressbewältigung meistens dann gebraucht wird, wenn man glaubt, keine Zeit dafür zu haben." Auch das müssen Burnout-Gefährdete lernen: "Wenn man wirklich will, hat man auch Zeit." Voraussetzung sei aber in jedem Fall die Einsicht in die eigene Gefährdung, sagte Schmidt, der das Konzept auch in Burnout-Seminaren für Ärzte und Therapeuten anwendet. "Wenn die nicht da ist, wird es schwierig, etwas an seiner inneren Haltung zu ändern."
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