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06.01.2009
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Der Dreiklang des Erfolgs

Von Helmut Reich

2. Teil: Die Identität einer Cello-Gruppe

Wichtig sei, dass alle Mitspieler gegenseitig ihre Motive und Ansichten einschätzen können. Offene Karten sind hier von Vorteil. "Nicht eine von vornherein übereinstimmende Meinung schafft Harmonie, sondern die Offenheit im Umgang mit Unterschiedlichkeit", sagt Gansch.

Für die Position des Dirigenten beziehungsweise des Unternehmenslenkers nennt er sein Erfolgsrezept: "Dirigieren nach Inhalt und nicht nach Ego - das wünsche ich mir auch für die Wirtschaft". Gerade in schwierigen Zeiten wie in diesem Jahr würde das der Wirtschaft gut tun. "Die Finanzkrise beweist es, wir haben den Tunnelblick idealisiert", so Gansch zum Verhalten in Stresssituationen: "Im Tunnel handelt man souverän, die Lebenswirklichkeit ist dann oft zu komplex. Ein guter Dirigent nimmt wahr, was ihn verunsichert."

"Wahrnehmen - entscheiden - handeln" sind deshalb laut Gansch auch die drei wichtigsten Schritte zu mehr Führungskompetenz. Nur wer Entscheidungen auf einer ausgewogenen Wahrnehmung gründet, gewinne die nötige Sicherheit, Situationen richtig einzuschätzen und Widerstände besser auszuhalten. "Ich kann nicht auf Dauer gegen die Identität einer Cello-Gruppe dirigieren. Das merkt das Publikum - beziehungsweise die Kunden".

Christian Gansch: "Wer auftritt, muss spielen.
Die drei Schritte zur Führungskompetenz."; Eichborn Verlag, September 2008, 188 Seiten, 19,95 Euro. Buch bestellen

Führungskräfte haben die Pflicht, zu informieren. Jedes einzelne Instrument muss wissen, in welchem Kontext es steht, sonst fehlt die Motivation. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch in der Alltagsroutine von Führungskräften gerät dies häufig in Vergessenheit. "Routine ist Stillstand", lautet daher das Fazit des Referenten.

Als Beispiele für den Dreiklang des Erfolgs spielt Gansch den Mitgliedern der manager-lounge originelle Beispiele aus der Welt der Musik vor, darunter italienische und französische Orchesterarbeiten. Für das Wechselspiel der Kräfte standen Ausschnitte aus dem Mambo "Westside Story-Dances" von Leonard Bernstein. Und die eher ruhigen "Sinfonischen Tänze" von Sergej Rachmaninow zeigten hingegen, dass es auch Momente geben muss, in denen sich das Orchester besser zurückhält.

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