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05.11.2008
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Coaching

Falsche Freunde, wahre Helfer

2. Teil: Hilfe zur Selbsthilfe

Coaching sei Hilfe zur Selbsthilfe, ergänzt Christopher Rauen. Beim Training gehe es um das Lernen von idealen Ablaufmustern. Der Trainer sei dabei der Experte, sein Kunde der Laie - egal ob es um Rhetorik, Verkaufstechniken oder Gedächtnisleistungen geht. Das könne viele Vorteile haben - zum Beispiel, wenn es darum geht, schnell bestimmte Inhalte zu lernen. "Das geht nicht mit Coaching", sagt Rauen. "Die Inhalte liefert der Trainer, beim Coaching übernimmt das der Klient."

Ähnlich sei die Arbeit eines Karriereberaters: "Er sagt mir, was ich tun soll, oder übernimmt eine Aufgabe für mich, so wie ein Steuerberater. Dabei gehe es vor allem um kurzfristige Problemlösungen." Coaching sei dagegen "Beratung auf gleicher Augenhöhe" und dauere häufig länger, nicht selten mehrere Monate. "Es funktioniert nicht schnell, aber nachhaltig."

Aus Wehrles Sicht können Karriereberater oft unabhängiger als Coaches agieren: "Der Coach bekommt einen Auftrag vom Arbeitgeber. Er muss zwar einerseits dem Mitarbeiter gerecht werden, andererseits aber auch den Zielen des Unternehmens." Der Karriereberater sei dagegen freier: "Er muss nur Rücksicht auf die Interessen einer Seite nehmen und kann sich ganz auf dessen Interessen konzentrieren."

Es sei ein Missverständnis zu glauben, dass ein Coach, der jemandem an die Seite gestellt wird, dafür da sei, diesen persönlich weiterzubringen oder seine Karriere zu fördern. Er solle ihm vielmehr helfen, sich so zu entwickeln, wie es für die Firma sinnvoll ist.

"Ein Coach kann zum Beispiel auch schlecht empfehlen, das Unternehmen zu verlassen, auch wenn das für den Betreffenden das Beste wäre", sagt Wehrle. Ob ein Training, ein Coaching oder eine Karriereberatung jeweils das Passende ist, kommt daher immer auf den Einzelfall an.

Andreas Heimann, dpa

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