Von Helmut Reich
"Das war eine Idee des Inhabers"
Dieses garantiert die Beschaffung von Holz- und Papierprodukten aus kontrolliert umweltverträglicher Waldwirtschaft und soll verantwortungsbewusste Unternehmen beim Einkauf entsprechender Produkte beeinflussen. Für den WWF-Deutschland-Chef ist das für die Zukunft des Planeten eminent wichtig: "Den Erhalt der Wälder müssen wir unbedingt hinbekommen".
Für dieses Ziel setzen sich auch namhafte Konzerne aktiv ein: So unterstützt der global agierende Autohersteller Toyota
Doch auch gerade Unternehmen, die kleiner und unbekannter sind, können etwas tun - wie zum Beispiel Berendsohn, ein Hersteller von Geschenkartikeln. Das Hamburger Unternehmen kauft an der lauenburgischen Schaalsee-Landschaft Freiflächen auf. Diese werden dann mit Bäumen bepflanzt, auch die Kunden des Unternehmens können einzelne Baumpatenschaften übernehmen. "Das war eine Idee des Inhabers", sagt Brandes. Und der Erfolg kann sich sehen lassen: Berendsohn schafft mit seinem Projekt geeigneten Lebensraum für bedrohte Tierarten wie Seeadler, Kraniche oder Fischotter - gute PR für das Unternehmen inklusive.
Ein weiteres Beispiel, das zeigt, wie durch eine effiziente Zusammenarbeit dauerhaft etwas bewegt werden kann, ist der umweltgerechte, nachhaltige Fischfang. Das Gütesiegel "Marine Stewardship Council" (MSC) wurde im Jahr 1997 vom WWF zusammen mit dem Lebensmittelkonzern Unilever
gegründet.
"Allein in der Nordsee gehen jährlich 500.000 Tonnen tote Fische wieder über Bord", sagt Brandes. Dieser Missbrauch soll eingedämmt werden. Das Prädikat garantiert deshalb, dass beim Fang der Fische auf deren Bestand geachtet und Beifang vermieden wird - der Marktanteil dieser Produkte in Deutschland ist mittlerweile auf stolze 10 Prozent gestiegen. Fischstäbchen mit dem MSC-Logo kann man also mit einem besseren Gewissen essen.
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