Hamburg - Das Produkt muss auch nicht aus der Fernsehwerbung bekannt sein – das antworten zumindest Hochschulabsolventen auf die Frage, was ihnen bei der Wahl des Arbeitgebers wichtig ist. "Wohlfühlen" und "Sicherheit" sind dagegen Trumpf – beides Faktoren, bei denen Mittelständler punkten können.
Beliebter Mittelstand: Absolventen der Internationalen Universität Bremen
Bei den Absolventen stehen mit 92 Prozent gute Karrierechancen ebenso weit oben auf der Prioritätenliste wie Eigenverantwortung: Sie legen Wert auf eigenen Gestaltungsspielraum (87 Prozent), ein breites Aufgabenfeld (87 Prozent) und Projektverantwortung (82 Prozent). Ein adäquates Gehalt ist hingegen mit 78 Prozent weniger wichtig, ebenso wenig wie der Standort in einem Ballungszentrum (40 Prozent).
"Flache Hierarchien, hohe Durchlässigkeit auf der Karriereleiter und das Übertragen von viel Verantwortung schon nach kurzer Zeit zeichnen mittelständische Unternehmen aus. Aus Sicht vieler Absolventen kann ihr Top-Arbeitgeber also durchaus mittelständisch sein, seinen Standort in der Provinz haben und ein eher langweiliges Produkt vertreiben. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam kürzlich auch die IHK Thüringen.
Aber natürlich müssen gerade Mittelständler in den avisierten Zielgruppen zumindest einen gewissen Bekanntheitsgrad und ein eigenes Profil haben, um überhaupt wahrgenommen zu werden", sagt Erik Bethkenhagen, Mitglied der Geschäftsleitung und Employer Branding-Spezialist bei Kienbaum.
Im Rahmen der Absolventenstudie 2007/2008 hat die Managementberatung Kienbaum 555 Absolventen verschiedener Fachrichtungen befragt, je zur Hälfte Frauen und Männer. Die größte Gruppe bilden die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften mit mehr als 60 Prozent, wovon wiederum mehr als die Hälfte vor dem Abschluss eines betriebswirtschaftlichen Studiums stehen.
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