Von Felix Rohrbeck
Hamburg - Psychologen, Journalisten, Professoren - die Liste der einflussreichsten Managementvordenker des Wall Street Journals liest sich auffallend abwechslungsreich. Altgediente Business-Gurus wie der Wirtschaftsprofessor Michael Porter finden sich dagegen nicht mehr unter den ersten zehn.
"Manager holen sich den Rat heute dort, wo sie ihn am einfachsten bekommen", meint Managementprofessor Thomas Davenport, der das auf Google-Treffern, Mediennennungen und wissenschaftlichen Erwähnungen beruhende Ranking entwickelt hat. Zudem sei das Themenspektrum, das für Manager relevant ist, wesentlich breiter als noch vor einigen Jahren.
Der Leiter der Unternehmensberatung Strategos und Gastprofessor an der Harvard Business School sorgte zuletzt mit seinem im Oktober in Amerika publizierten Werk "The Future of Management" für Aufsehen. Darin argumentiert er, dass Innovationen im Management nötiger denn je seien. In einer Welt, in der Kreativität und Anpassungsfähigkeit immer wichtiger würden, seien die Managementmethoden des letzten Jahrhunderts hoffnungslos veraltet, weil sie vor allem auf Effizienz und Kontrolle abzielten. Als positives Gegenbeispiel präsentiert er unter anderem die moderne Struktur des Internetriesen Google
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Schon der zweite Platz aber geht nicht an einen Wirtschaftswissenschaftler, sondern an den Kolumnisten der "New York Times" Thomas L. Friedman. Der weltweit angesehene Journalist hat mehrere Bestseller über Weltpolitik und Globalisierung geschrieben. Zudem wurde er dreimal mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.
In seinem letzten Buch "Die Welt ist flach" geht Friedman in einer Mischung aus Analyse und Reportage den Phänomenen der Globalisierung nach. Seine Erkenntnis: "Die Welt des 21. Jahrhunderts ist flach, der Globus eingeebnet durch die Möglichkeit, digitale Daten von beliebigen Winkeln der Erdkugel in andere zu verschicken, und zwar höchst billig und weitaus schneller, als man einen Stapel Papiere von Büro zu Büro tragen kann."
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