Metro am häufigsten bewertet
Das Portal jobvoting.de, das mit dem österreichischen Bewertungsportal kelzen.com kooperiert, setzt ebenfalls auf ein standardisiertes Bewertungsverfahren. Wie auch bei Kununu liegen bei für Unternehmen meist noch wenige Bewertungen vor, was vor allem bei Großunternehmen noch wenig repräsentativ wirkt.
Arbeitgeber, die indes mit unzutreffender Schmähkritik überzogen würden, sollten notfalls klagen, rät Sebastian Nardone, Rechtsanwalt in der auf Internetrecht spezialisierten Kanzlei Streifler und Kollegen. Dem Recht auf guten Ruf stehe zwar das Recht auf freie Meinungsäußerung gegenüber. "Wer aber nachweisbar falsche Tatsachen behauptet, macht sich strafbar." Selbst wenn der Chef des Unternehmens Bilanzen fälsche, dürfe ein Arbeitnehmer diese Interna nicht im Internet verbreiten. Presserechtlich haftbar seien die Betreiber der jeweiligen Webseite.
Wolfgang Schäfer, Pressesprecher der Tectum Group, sieht die eher schlechten Bewertungen seines Unternehmens gelassen. Der Gelsenkirchener Call-Center Betreiber ist nach Metro
Bei 2000 Mitarbeitern seien 18 Einzelmeinungen zwar wenig repräsentativ, aber ein Ansporn, sich stetig zu verbessern, sagte Schäfer. Das Unternehmen lasse sich jährlich auf Qualität hin zertifizieren, zudem gründe sich gerade ein Betriebsrat. Schäfer fasst zusammen: "Einen Ruf wie Lidl haben wir durch die Bewertungen nicht, wir können aber daraus lernen."
Anne Grieger, ddp
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