Hilfe vom Rufrettungsdienst
Dieses Datenpuzzle nutzen Personaler, um sich ein Bild von dem Kandidaten zu machen. Und wenn dessen Mitgliedschaft in einem FKK-Fan-Forum mitsamt dem fotografischen Beweismaterial aktenkundig wird, können eben auch hochglanzpolierte Designerschuhe und ein einwand- und knitterfrei geplätteter Maßanzug nichts mehr ausrichten.
Suchen, finden, löschen: Rufrettungsdienste polieren das Image im Web auf
Zum einen gibt es kostenlose Services wie Claim-ID, Naymz, Spock oder die deutsche Version, Myon-ID. Bei diesen Portalen erstellt man ein Profil, in dem man Seiten, die den eigenen Namen enthalten, sortieren und kommentieren kann. Gewünschte Inhalte optimiert der Dienst, so dass sie von Suchmaschinen wie Google zuoberst angezeigt werden. Das Online-Fotoalbum vom Mitgliedertreffen des FKK-Vereins ist dann zwar noch vorhanden, rutscht jedoch auf eine der hinteren Seiten der Ergebnisliste.
Grundsätzlich gilt: Wer missliebiges Material über sich oder Familienangehörige im Netz entdeckt, das um die berufliche Zukunft bangen lässt, kann sich auch ganz unbürokratisch an den Anbieter der jeweiligen Seite wenden und um Entfernung bitten - und sich die Entsorgungsgebühr von 20 Euro sparen.
Ariane Breyer, ddp
© manager magazin Online 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH