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20.12.2007
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Gründer-Kolumne

Was bleibt vom Web 2.0?

Von Tobias Kollmann

5. Teil: Aus E-Business wird (M)E-Business

These 8: Internetbasierte Geschäftsmodelle werden zunehmend das individuelle Bedürfnis des Nutzers fokussieren.

Die große Menge verschiedenartiger Informationen im Web ist Fluch und Segen zugleich: Es ist nämlich die Vielfalt an verfügbarem Material, die das Finden der gewünschten Informationen oder des gewünschten Produktangebotes letztendlich erschwert – die sprichwörtliche Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Der Kunde möchte allerdings nicht lange und erfolglos auf verschiedenen Plattformen nach dem passenden Objekt suchen, sondern ein persönlich auf ihn zugeschnittenes Angebot haben - aus E-Business wird (M)E-Business.

Nachfragerorientierte Plattformen als mögliche Protagonisten des Web 3.0 sind demnach ein wichtiger Bestandteil zukünftiger Entwicklungen. Ganz egal, ob es darum geht, sich seinen persönlichen Müslimix wie bei Mymuesli (Start-up des Jahres 2007) zusammenzustellen oder eine wirklich seinen Ansprüchen genügende Reise wie bei Askerus zu finden.

These 9: Virtuelle Abbilder unserer Selbst könnten zukünftig ein zweites Leben in der virtuellen Welt ermöglichen.

Das Netz stellt mehr und mehr eine Subkultur dar, die den Nutzern kulturelle Elemente zur Verfügung stellt, mit denen sie beliebig viele, alternative Identitäten konstruieren können. Aus Gründerperspektive ermöglichen es virtuelle Welten zunehmend, Geschäfte mit virtuellen Abbildern realer Menschen zu tätigen. Gemeint ist hier nicht allein die Welt von Second Life, in der die ökonomische Komponente von Grund auf fest verankert ist.

  Tobias Kollmann    ist Inhaber des Lehrstuhls für E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen

Tobias Kollmann
ist Inhaber des Lehrstuhls für E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen

Auch im Spielebereich – und hier insbesondere im Bereich der Massen-Rollenspiele – liegen beachtliche ökonomische Potenziale aufgrund von implementierten virtuellen Währungen. Ob diese virtuellen (Wirtschafts-)Welten dann Second, Third oder Fourth Life heißen, ist dabei vollkommen unerheblich. Entscheidend ist die Frage, wie E-Gründer mit dem Vorteil, nun überhaupt keine realen Ressourcen mehr zu benötigen, ihre Chancen wahrnehmen.

Fazit

Das Web 2.0 hat die Net Economy wieder ins Rampenlicht gerückt. Auch wenn dieses Mitmach-Web vielleicht im Moment überschätzt wird, so wird es aus heutiger Sicht langfristig vielleicht unterschätzt. Auf alle Fälle sind aber wieder Gründer mit innovativen Ideen da. Von denen werden zwar viele scheitern, aber zahlreiche werden überleben und der Branche weitere Stabilität geben.

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