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20.12.2007
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Gründer-Kolumne

Was bleibt vom Web 2.0?

Von Tobias Kollmann

Die Web-2.0-Welle hat die Net Economy wieder ins Rampenlicht gespült. Täglich entstehen neue Plattformen, deren Gründer überzeugt sind, die nächsten Protagonisten der Onlineszene zu sein. Bei Gründern und Investoren werden nun wieder Pegelstände gemessen. Wo steht die Net Economy? Wie sieht die Zukunft der Webunternehmen aus?

Rückblickend auf das laufende Jahr stellt man fest, dass die Gründer die Net Economy wieder entdeckt haben. Das Web 2.0 ist allgegenwärtig: Blogs, Communities, Podcasts und zahlreiche Mitmach-Web-Angebote haben im Alltag der Internetnutzer Einzug gehalten. Zu den mittlerweile etablierten Erfolgsgeschichten wie YouTube, Xing und StudiVZ gesellt sich eine Vielzahl von Newcomern mit schnell wachsenden User-Communities. Auf Foren wie Web2null oder Gruenderszene werden sie gelistet und besprochen.

Dahinter stehen in den meisten Fällen junge Gründerteams, die ihre Idee zum Erfolg führen möchten. Mit dabei sind Video-, Auktions- und Bewertungsportale, Nachfragerplattformen für Handwerk, Versicherungen und Autos, soziale Netzwerke für Schüler, Nachbarn, Mütter, Väter und Hundebesitzer, Online-Müslimixer und Online-Karaokebars.

Was bleibt aber, wenn man hinter die Kulissen schaut? Welche grundsätzlichen Erkenntnisse kann man aus den letzten Monaten gewinnen? Wie ist es um die Net Economy bestellt und was erwartet zukünftige Gründer im E-Entrepreneurship? Die folgenden neun Thesen zur Net Economy sollen mögliche Antworten liefern.

These 1: Die deutschsprachige Gründerszene der Net Economy ist immer noch klein, spätestens seit 2007 jedoch wieder deutlich sichtbar.

Spätestens seit Anfang dieses Jahres hat sich auch in Deutschland eine stabile Gründerszene etabliert, deren Mitglieder sich allein mit internetbasierten Geschäftsideen beschäftigen. Dabei ist die Szene nicht "undercover" aktiv, sondern über entsprechende Multiplikatoren sehr transparent und greifbar geworden.

Wie schnell diese wächst, wird beispielsweise auf deutsche-startups.de deutlich, einem Portal, welches täglich über Neuigkeiten aus der heimischen Internet-Gründerszene informiert. Die Webseite unterhält unter anderem eine Start-up-Datenbank, in der aktuell mehr als 400 Unternehmen gelistet sind – Tendenz deutlich steigend. Rund ein Drittel der dort gelisteten Firmen wurde dabei im Jahr 2007 gegründet. Im Web-2.0-Sammelalbum Web2null finden sich sogar über 2000 Eintragungen. Die Vernetzung und Berichterstattung in der Gründerszene ist hoch und ein Signal der Stabilität.

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