Hamburg - Wenn Clemens Fischer, 32, über seine beruflichen Ambitionen spricht, klingt das zunächst etwas überheblich: "Die Jobangebote von McKinsey-Deutschland-Chef Frank Mattern und etlichen Dax-Vorständen waren interessant, aber nicht das, wonach ich suchte."
Wie bitte? Jeder andere Jungmanager wäre froh, mit solchen Topleuten der deutschen Wirtschaft überhaupt ins Gespräch zu kommen.
Doch Fischer ist nicht arrogant, sondern einfach nur konsequent. Der Gewinner des letztjährigen Wettbewerbs "CEO of the Future" klopfte die Jobofferten, die auf seinen Sieg folgten, einfach nüchtern darauf ab, ob sie auch seinen Karrierezielen entsprachen. Jetzt ist er Mitglied der Geschäftsleitung von Novartis
Deutschland und kann sich zusätzlich um seine Start-up-Unternehmen kümmern.
Derlei Karriereoptionen stehen nicht jedermann offen. Fischer kämpfte sich in dem herausfordernden Wettbewerb unter 5000 Teilnehmern nach vorn und schaffte es schließlich beim Finale ganz an die Spitze, zusammen mit Verena Delius, 28, mit der er sich den ersten Platz teilt.
Diese Chancen winken nun erneut ambitionierten Studenten und jungen Führungskräften, die mit einem anspruchsvollen Wirtschaftsplanspiel beweisen wollen, dass sie das Zeug zum Topmanager haben. Der CEO-Wettbewerb, den manager magazin und die Kooperationspartner in diesem Jahr zum fünften Mal ausschreiben, geht in eine neue Runde, unterstützt von Bayer
, Credit Agricole
Suisse, Ergo
, McKinsey & Company, Siemens
, Vodafone
und Volkswagen
.
Die Jury will überzeugt werden
Diesmal müssen die Chefs in spe den Solarzellenhersteller SolaWorx sanieren. Durch den richtigen Einsatz von Personal, Forschung und Marketing sollen die Teilnehmer das virtuelle Unternehmen bis zum Jahr 2020 in die schwarzen Zahlen bringen. Wer diese Aufgabe am besten löst, wird zu Workshops eingeladen, bei denen sich die 20 bis 30 besten Kandidaten für das Finale am 14. Juni 2008 qualifizieren.
Die Finalisten bearbeiten in ausgelosten Teams eine Fallstudie, deren Ergebnis sie in der McKinsey Alpine University in Kitzbühel einer prominent besetzten Jury vorstellen, in der die Chefs der Kooperationspartner sitzen sowie manager magazin-Chefredakteur Arno Balzer, n-tv-Geschäftsführer Hans Demmel und SPIEGEL-Online-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron.
Keine leichte Aufgabe: "Die Juroren wollen mit einer fachlich wie persönlich herausragenden Präsentation überzeugt werden", sagt Preisträgerin Delius. Der Lohn der Mühe: Sie gewann ein Coaching durch den "Manager des Jahres 2007", Bayer-Chef Werner Wenning, sowie ein Karrierebudget von 15.000 Euro für Trainings und Schulungen.
Nach dem Starttermin 1. Dezember kann das Planspiel auf der Website www.future-ceo.de kostenlos heruntergeladen werden. Teilnehmen können Berufseinsteiger und Studenten ab dem vierten Semester, mit erfolgreich absolviertem Vordiplom oder bestandener Zwischenprüfung. Wer es dann wie Fischer und Delius in die Spitzengruppe schafft, kann seiner Karriere durch den persönlichen Kontakt zu den Topmanagern womöglich den entscheidenden Schub geben.
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