Von Karsten Langer
Giengen/Brenz - Der Geschäftsführer der Steiff-Beteiligungsgesellschaft, Richard Hussmanns, verlässt das Unternehmen. Der 53-Jährige wolle eine neue Führungsaufgabe in einer anderen Firma übernehmen, teilte Steiff am Freitag mit. Ende Februar kommenden Jahres wird Hussmanns ausscheiden. Einen Nachfolger gibt es noch nicht.
Hussmanns hatte im Jahr 2000 die Geschäftsführung der Steiff Beteiligungsgesellschaft übernommen und in den Jahren 2001 und 2002 in Personalunion die Geschäfte der Margarete Steiff GmbH geführt.
Vor gut zwei Jahren hatte Husmanns erneut die komplette Macht im Hause Steiff übernommen. Seine Vorgänger, Friedhelm Brandau und Uwe Kleinow, bis dato für die Stofftierfertigung zuständig, wurden im August 2005 mit sofortiger Wirkung nach drei Jahren im Amt von ihren Aufgaben entbunden. Ursache für die Trennung waren offiziell unterschiedliche Ansichten in der Umsetzung der neuen Strategien. Im Mai 2006 übernahm dann Martin Frechen die Geschäftsführung des Teddyherstellers Margarete Steiff GmbH.
Wirtschaftlich hatte Steiff in der Vergangenheit zu kämpfen. Zwar führte das Unternehmen 2004 die in Asien gefertigte Produktlinie "cosy friends" ein. Außerdem wurde 2005 anlässlich des 125-jährigen Firmenjubiläums das unternehmenseigene Museum eröffnet. So wollte sich das Unternehmen neue Käuferschichten erschließen. Trotzdem stagniert der Umsatz bei etwa 90 Millionen Euro. Gute Geschäfte machte Steiff in diesem Jahr vor allem mit dem Verkauf des Eisbärteddys Knut.
Von der alten Geschäftsführerriege wird nach Hussmanns Abgang nur noch Werner Maier übrig sein. Maier gehört dem Unternehmen seit 1980 an. Seit 1998 leitet er die Verwaltung.
Die Steiff Gruppe, zu der außer dem Spielwarenhersteller auch die Steiff Ventilfabrik und die Steiff Automatisierungstechnik gehört, erwirtschaftete 2006 einen Umsatz in Höhe von rund 90 Millionen Euro. In der Gruppe beschäftigt Steiff gut 1100 Mitarbeiter, davon entfallen über 600 auf die Stofftierproduktion.
Das Unternehmen wurde 1880 von Margarete Steiff als Filzwarengeschäft gegründet. Steiff ist nach eigenen Angaben ist in rund 50 Ländern präsent. Zwei Drittel des Exportgeschäftes verteilt sich auf die Länder Großbritannien, USA und Japan.
Steiff-Teddybären sind vor allem bei Sammlern begehrt. Erst kürzlich wurde eine der größten privaten Sammlungen von Steiff-Teddybären für insgesamt rund 135.000 Euro versteigert. Einzelne Exemplare erzielten Preise von über 10.000 Euro.
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