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17.08.2007
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Gehaltsreport Juristen

Gute Noten, gutes Geld

2. Teil: Große Firma, großes Gehalt

Große Firma, großes Gehalt

Doch das Arbeiten in einer kleineren Kanzlei hat durchaus Vorteile: "Man hat sehr früh einen direkten und intensiven Kontakt zu den Kunden und arbeitet freier und selbständiger", sagt Jurist Torsten Lemke, "das bezieht sich auch auf die Arbeitszeiten."

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Lemke arbeitet als Anwalt für Arbeits- und Gesellschaftsrecht und ist darüber hinaus auch Gesellschafter einer Unternehmensberatung. "Anwälte müssen sich zunehmend dem Dienstleistungsmarkt stellen und ihr Leistungsspektrum erweitern", sagt er. Und mehr Geld verdient er dadurch auch.

Wer nicht in eine Großkanzlei einsteigt, kann auch in den Rechtsabteilungen großer Unternehmen gutes Geld verdienen. So wie Ariane Witt, Justiziarin bei einem norddeutschen Handelsunternehmen aus der Lebensmittelbranche. "Zunächst habe ich bei einem Verband gearbeitet, erst dann bin ich in die freie Wirtschaft gegangen." Nicht des Geldes wegen, sagt sie, sondern wegen der vielfältigen Aufgaben und der langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten. Witt: "Außerdem war ich viel näher dran an allen unternehmerischen Entscheidungen."

Die Gehälter von Konzernjuristen können zwar nicht mit den Salären der Partner großer Sozietäten mithalten, aber die hauseigenen Juristen werden auch ordentlich entlohnt. Entscheidenden Einfluss auf das Einkommen hat vor allem die Branche. Gehaltsunterschiede gibt es bereits beim Berufseinstieg. Versicherungen beispielsweise zahlen dem juristischen Nachwuchs rund 40.000 Euro im Jahr, in der Automobilindustrie sind es rund 54.000 Euro.

Viel Verantwortung, viel Geld

Unabhängig von der Branche werden sehr gute Rechtskenntnisse, hohe kommunikative Fähigkeiten und Verständnis für wirtschaftliche und technische Zusammenhänge erwartet. Denn längst nicht immer stehen nur juristische Aspekte im Vordergrund: "Oft genug geht es ganz pragmatisch um das Erreichen von Unternehmenszielen", sagt Ariane Witt.

Wer viel Geld verdienen möchte, sollte Verantwortung übernehmen. Denn die zahlt sich fast immer aus. Wer beispielsweise als Syndikus, also Unternehmensjurist, in der Pharmaindustrie bei einer Firma mit 500 oder mehr Angestellten arbeitet und Führungskraft ist, kommt auf 113.500 Euro pro Jahr. Spitzenverdiener in dieser Kategorie erreichen sogar Gehälter von 126.000 Euro jährlich und höher.

Unternehmensjuristen können zwar nicht mit den Top-Verdienern in den Top-Kanzleien mithalten, aber sie verdienen viel - viel mehr als das Gros aller Rechtsanwälte, deren Daten PersonalMarkt ausgewertet hat.

"Mit einem Jurastudium kann man immer noch viel anfangen", so Torsten Lemkes Fazit. Und tatsächlich ist die Begeisterung fürs Jurastudium ungebrochen. Wer jedoch bei den Staatsexamina nicht deutlich überdurchschnittlich abschneidet, muss sehen, wo er bleibt. Juristen mit mittleren oder schlechten Noten konkurrieren häufig mit den Absolventen anderer Studiengänge um die besten Jobs - und verkaufen sich nicht selten unter Wert, um überhaupt eine Stelle zu bekommen.

Von Heike Friedrichsen, PersonalMarkt

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