Donnerstag, 9. Februar 2012, 17:33 Uhr

manager magazin



10.07.2007
 

U-Haft-Petition

Razzia bei Betz

Eine ungewöhnliche Solidaraktion sollen Mitarbeiter der Großspedition Betz gestartet haben. Angeblich wurden Mitarbeiter genötigt, ein Haftentlassungsgesuch zu unterzeichnen. In dem Brief an Ministerpräsident Günther Oettinger wurde gefordert, Speditionschef Willi Betz aus der U-Haft zu entlassen.

Stuttgart - Polizei und Zoll haben am Dienstag die Büros von Führungskräften der Großspedition Willi Betz in Reutlingen und zweier Logistikfirmen in Böblingen, Stuttgart und dem nahegelegenen Bondorf durchsucht. Vier beschuldigte Führungsleute stünden im Verdacht der Nötigung von Mitarbeitern aus der Unternehmensgruppe, teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit.

Angeblich Mitarbeiter unter Druck gesetzt: Ermittlungen bei Spediteur Betz
Zur Großansicht
DPA

Angeblich Mitarbeiter unter Druck gesetzt: Ermittlungen bei Spediteur Betz

Die vier Männer im Alter von 34 bis 50 Jahren sollen insgesamt 565 Beschäftigte der Spedition und der Logistikfirmen veranlasst haben, ein Schreiben an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU) zu unterzeichnen. Darin wird die Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft gegen den Speditionsgeschäftsführer Thomas Betz als willkürlich und untragbar bezeichnet. In dem Schreiben vom 2. März 2007 wird Oettinger aufgefordert, das Seine zu tun, um diesen Zustand zu beenden.

Laut Staatsanwaltschaft sollen die beschuldigten Führungskräfte die Mitarbeiter unter Druck gesetzt zu haben, um Betz einen Rückhalt in der Belegschaft zu verschaffen. Den Mitarbeitern sei unter anderem mit Entlassungen gedroht worden, sollten sie nicht unterschreiben, erläuterte die Staatsanwaltschaft unter Berufung auf zwei anonyme Strafanzeigen.

Betz seit 21 Monaten in Untersuchungshaft

Hintergrund des 104-seitigen Schreibens an Oettinger ist das Strafverfahren gegen Betz, das seit September 2006 am Landgericht Stuttgart verhandelt wird. Betz befindet sich bereits länger als 21 Monate in Untersuchungshaft. Ihm wird Bestechung und Sozialversicherungsbetrug mit einem Schaden von rund 50 Millionen Euro vorgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass mehrere hundert bulgarische Fahrer nicht in Bulgarien, sondern in Wahrheit bei der Firma in Deutschland beschäftigt waren. Außerdem sollen Schmiergelder an Amtsträger in Aserbeidschan und Georgien geflossen sein, um Genehmigungen für den grenzüberschreitenden Transportverkehr zu erhalten. Weitere Vorwürfe beziehen sich auf mutmaßlich gefälschte Kfz-Kennzeichen und erschlichene Visa.

manager-magazin.de mit Material von ddp

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben