Verhandeln in Südafrika
Understatement am Kap
Von Sergey Frank
3. Teil:
Praktische Tipps für Südafrika
Praktische Tipps für Südafrika
- Verhandlungen werden professionell geführt. Dabei ist Augenkontakt und eine direkte Ansprache unerlässlich. Wichtig ist auch, eine gute Vorbereitung, Sachlichkeit, Pragmatismus und eine Portion Humor. Häufig wird man vom Geschäftspartner zu einem Barbecue, genannt "braai" eingeladen. Diese Einladung sollte man auf jeden Fall annehmen. Sie ist eine gute Gelegenheit, den südafrikanischen Partner näher kennenzulernen.
- Präsentieren und verkaufen Sie Ihre Fähigkeiten positiv. Es ist besser, die Vorteile des Unternehmens, der Produkte und/oder Dienstleistungen zu demonstrieren, als nur darüber zu reden.
- Die Lebensweise eines reinen Workaholics wird eher kritisch gesehen. In Südafrika besteht eher die Vorstellung, beruflich erfolgreich zu sein, dabei aber gleichzeitig sein privates Leben und die Freizeit zu genießen.
- Die Kleiderordnung ist klassisch. Dunkelblaue und dunkle graue Anzüge mit schwarzen Schuhen und dunklen Socken sind angebracht. Wenn es heiß wird, legt man das Jackett auch mal ab.
- Beim ersten Treffen verwendet man den vollen Namen und geht dann schnell zum Vornamen über. Es empfiehlt sich, damit solange zu warten, bis der einheimische Partner den Vornamen anbietet.
- Ein Verhandlungsstil, der deutsche Primärtugenden beinhaltet und gleichzeitig Flexibilität und feinsinnigen, eher englischen Humor enthält, wird sehr geschätzt. Wenn Sie beim Geschäftemachen in Südafrika diese Erwägungen beachten, sind Sie auf gutem Wege, in einem Land geschäftlich erfolgreich zu sein, welches gute Zukunftsperspektiven hat und zudem ein Ziel ist, was touristisch unglaublich viele Attraktionen bietet.
- Zu guter Letzt ein Aspekt, den Sie nicht vergessen sollten: Südafrikanische Verhandlungspartner lieben es, Spaß zu haben. Und dieser sollte neben dem Geschäft auch immer Platz finden. Man muss zugeben, diese Mentalität wirkt sehr anziehend.