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11.04.2007
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Karrierechancen

Steiniger Weg für Frauen

2. Teil: "Männer werden von Männern gefördert"

"Männer werden von Männern gefördert"

Auch Cornelia Topf ist insgesamt optimistisch: "Frauen lassen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen", sagt die Trainerin und Autorin aus Augsburg, die sich seit vielen Jahren mit Karriereförderung für Frauen beschäftigt.

Gelöst ist das Problem aber nicht: "Besonders bei den jüngeren Frauen ist der Wunsch groß, Karriere und Familie zu vereinbaren", sagt die Managementberaterin Barbara Schneider aus Hamburg, die über Karrierebarrieren für weibliche Führungskräfte promoviert hat. "Anders als Frauen der Generation vor ihnen wollen sie nicht auf Kinder verzichten. Da müssen sich die Unternehmen noch etwas einfallen lassen."

Frauen machen Karriere: Besonders junge Frauen möchten Familie und beruflichen Erfolg miteinander vereinbaren
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DAK/ Wigger

Frauen machen Karriere: Besonders junge Frauen möchten Familie und beruflichen Erfolg miteinander vereinbaren

Warum Frauen auf dem Weg nach oben häufig stecken bleiben, hat aber viele Gründe: "Das ist ein Mix aus Ursachen", sagt Schneider. "Einerseits werden Männer von Männern gefördert." Frauen fehle aber oft auch die Erfahrung mit entsprechenden Chefposten - und es fehlt an Vorbildern, an denen sie sich orientieren könnten.

Beruflicher Erfolg hat für Männer und Frauen allerdings auch unterschiedliche Bedeutung, sagt Heinz Schuler, Professor an der Universität Stuttgart-Hohenheim: "Männliche Attraktivität hängt von ihrem Status ab, die von Frauen nicht. Männer sind deshalb motivierter, Karriere zu machen."

Sonja Müller sieht das ganz ähnlich: "Macht macht Männer sexy und wirkt wie ein Aphrodisiakum - bei Frauen ist sie ein Potenzkiller.

Eine Frau hat hübsch und begehrenswert zu sein, aber nicht beruflich erfolgreich." Dabei könnten Unternehmen mit mehr Frauen in Führungspositionen nur profitieren, ist sich Sonja Müller sicher - nicht nur weil hoch qualifizierte Fachkräfte rar werden: "Frauen denken oft vernetzter und sie bringen eine andere Perspektive ein."

Viele Unternehmen wollten karriereorientierte Frauen, sagt Heiner Thorborg, Personalberater aus Frankfurt am Main: "Etliche haben die Türen längst weit geöffnet. Wir sind auch überreif dafür." Bei den Berufseinsteigern liege die Frauenquote bei 50 Prozent. "Das Problem ist, dass viele irgendwann aussteigen." Und das hat nach Thorborgs Erfahrung nicht nur mit Männern zu tun, die ihre Karriere blockieren: "Frauen sind oft nicht hart genug trainiert worden, sich gegen Widerstände durchzusetzen."

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