1. Begriff
Die Preispolitik umfasst als Teilbereich des Marketingmix alle Maßnahmen zur erstmaligen Bestimmung beziehungsweise Beeinflussung von Preisen für Produkte und Dienstleistungen. Preispolitik ist Bestandteil der Entgeltpolitik, in der alle absatzpolitischen Instrumente zur Bestimmung und Durchsetzung der monetären Gegenleistungen der Käufer vereint sind.
2. Grundlagen
a) Preispolitik basiert zunächst auf Ergebnissen der Marktforschung. Wichtig ist hier vor allem die Operationalisierung der Marktreaktionsfunktion, die eine funktionale Beziehung zwischen der Absatzmenge eines Produkts beziehungsweise einer Dienstleistung einerseits und den internen Gestaltungsparametern (vor allem den übrigen Marketinginstrumenten) sowie externen Einflussfaktoren andererseits herstellt.
b) Preispolitik greift weiterhin auf Modelle der Preistheorie zurück, die wissenschaftliche Aussagensysteme zur Erklärung und optimalen Festlegung von Preisen liefert. Die für die Preistheorie zentralen Preis-Absatz-Funktionen sind spezifische Marktreaktionsfunktionen zwischen der unabhängigen Variablen "Preis" und der abhängigen Variablen "Absatzmenge".
Die preistheoretischen Ansätze unterscheiden sich zum Beispiel in der Marktform (Monopol, Dyopol, höheres Oligopol, vollständige Konkurrenz), im Zeitbezug (einperiodiges, mehrperiodiges Modell) und in der Erfassung zeitlich-vertikaler Interdependenzen (statisches, dynamisches Modell). Sie bergen jedoch allesamt das Problem der Übertragbarkeit der mit ihnen gewonnenen Lösungen auf praktische Problemstellungen. Die Erhebung und Validierung von Preis-Absatz-Funktionen ist Gegenstand der empirisch orientierten Preistheorie.
c) Preispolitik beruht zudem auf Erkenntnissen der verhaltenswissenschaftlichen Forschung ("Preisverhalten"). Hierbei geht es um die Einbeziehung verhaltenstheoretischer Modelle in die Preisbildung und Preisfindung. Zu unterscheiden sind hier
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