VW vor Audi und BMW
Ob eine Firma Mitarbeiter mobil macht, ist laut ALD-Chef Rösel mehr eine Frage der Unternehmenspolitik als der -größe. So haben in Firmen mit zu 100 Mitarbeitern haben knapp fünf Prozent aller Mitarbeiter einen Dienstwagen, in Unternehmen mit 101 bis 1000 Mitarbeitern sind es sechs Prozent und in Konzernen mit über 1000 Mitarbeitern rund vier Prozent.
Gefahren werden vor allem deutsche Marken: Am meisten verbreitet ist die Marke VW mit Autos im durchschnittlichen Wert von rund 28.000 Euro. Es folgen Audi-Modelle (Wert von 37.700 Euro) sowie BMWs (Durchschnittswert 41.100 Euro).
Neben dem Firmenwagen bessern viele Unternehmen die Mitarbeitergehälter indirekt durch Laptops, Tankgutscheine oder Kindergartenzuschüsse auf. 2006 erhielten 8 Prozent in irgendeiner Form Zusatzleistungen; fünf Jahre zuvor waren es erst 2 Prozent. Die absolute Höhe dieser Zusatzleistungen liegt bei rund 400 Euro jährlich. Oft sind es nur kleine Beträge, die Unternehmen drauflegen können - aber auf das ganze Jahr gesehen summiert sich das ganz schön. Zwar können solche Extras jederzeit wieder gestrichen werden, bringen aber unterm Strich oft mehr als eine Gehaltserhöhung in bar.
Beliebter wird auch die Rente vom Chef: Bereits 14 Prozent aller Berufsanfänger haben eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen. Auch hier macht die Firmengröße kaum einen Unterschied. Denn seit 2002 muss jeder Arbeitgeber seinen Beschäftigten die Möglichkeit anbieten, Teile des Bruttogehalts in eine betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen. Die Beiträge für einen der fünf möglichen Wege Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse oder Direktzusage sind steuerfrei. Bis Ende 2008 fallen auch die Sozialabgaben weg.
Nicht alle diese Gehaltskomponenten bringen große Vorteile. So nützen der Zuschuss zum Kantinenessen oder ein vermeintlich attraktiver Dienstwagen wenig, wenn man ansonsten mit einem niedrigen Fixgehalt leben muss. Andererseits ist der Chef vielleicht eher bereit, eine Weiterbildung oder einen Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge zu finanzieren, als mehr Geld zu zahlen.
Von Heike Friedrichsen, PersonalMarkt
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