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06.03.2007
 

Karrierepaare

Solo für Adam?

Wenn Paare Karriere machen wollen, geht das gerne schief. Denn die essenziellen Eigenschaften für den Aufstieg, etwa Flexibilität, Stressresistenz und totale Verfügbarkeit, sind Gift für die Beziehung. Perfekt ist das Chaos, wenn Kinder ins Spiel kommen.

Mainz - Er will Karriere machen, sie auch. Sein Job ist in Frankfurt, ihrer in Hamburg. Und da beide an ihrem Beruf hängen, müssen sie pendeln, um sich zu sehen. Für die Partnerschaft bleibt nur das Wochenende, oder jedes zweite - je nach Termindichte.

Passt selten: Wenn zwei Alphatiere sich treffen, kommt es häufig zum Streit
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Passt selten: Wenn zwei Alphatiere sich treffen, kommt es häufig zum Streit

Arbeiten Paare in der gleichen Stadt, sehen sie sich zwar öfter, verbringen die Zeit miteinander aber nicht unbedingt intensiver. Damit der Beruf nicht auch noch die knappe Freizeit dominiert, müssen Partner klare Absprachen treffen.

Natürlich ist jede Partnerschaft anders. So macht es einen Unterschied, ob zuerst die Liebe begann oder die Karriere. "Wenn man schon lange zusammen ist und dann in den Beruf einsteigt, passiert das ja nicht plötzlich. Da kann man sich drauf einstellen", sagt Norbert Schneider, Familiensoziologe an der Universität Mainz. Folgt die Liebe auf die Karriere, wüssten beide worauf sie sich einlassen und müssten die Probleme schon am Anfang klären.

Denn Probleme treten auf, wenn sich Partner nur spät abends sehen, beide Ärger aus dem Job mit nach Hause nehmen und zu erschöpft sind, sich mit den Sorgen des Anderen auseinander zu setzen. Dann sei die Gefahr groß, dass beide genau abwägen, was sie sagen und sich nicht unterhalten können, sagt Jutta Boenig, Karriere- und Paarberaterin aus Überlingen. Etwa, wenn beide über das Wetter reden, weil sie merken, dass der andere für ein ernsthaftes Gespräch zu belastet ist. "Im schlimmsten Fall schweigen beide."

Besonders explosiv ist die Zeit direkt nach der Arbeit. Dann konnten beide noch nicht abschalten, und die Anspannung endläd sich am Partner. "Treffen Sie Absprachen, etwa, dass Sie sich nur kurz begrüßen und jeder dann erstmal eine halbe Stunde abspannt", rät Christine Öttl, Coach aus München. Und um zu vermeiden, dass der Beruf das Privatleben dominiert, sei es ratsam, Gespräche über den Job zu begrenzen. "Sie können zum Beispiel vereinbaren, dass sie über die Arbeit reden, aber maximal eine oder zwei Stunden am Tag."

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