Von Kai Lange
mm.de: Wie können deutsche Unternehmen ihre "Ausbildung nach der Ausbildung" verbessern?
Zehnder-Partner von Schmettow: "Coaching kommt meist zu kurz"
mm.de: Manche jungen Talente werden damit jedoch überfordert, wenn sie keine Unterstützung haben.
Schmettow: Viele Hoffnungsträger werden einer größeren Aufgabe ausgesetzt, aber dann damit allein gelassen. Dieses Problem eines unzureichenden Coachings gilt nicht nur für Deutschland. Nur wenige Senior Manager schaffen es, sich zusätzlich noch um den Nachwuchs zu kümmern - so kommt das wichtige persönliche Coaching im unternehmerischen Alltag meist zu kurz. Besonders in den USA, wo man stark auf die kurzfristige Performance schaut, läuft man damit Gefahr, sich zu früh von vielversprechenden Talenten zu verabschieden.
mm.de: In Deutschland dagegen besteht das Risiko, dass man nur Kandidaten mit betriebswirtschaftlichem Abschluss etwas zutraut.
Schmettow: In Deutschland nimmt die Fixierung auf Titel und die Art der Ausbildung schon seit einigen Jahren ab. Deutsche Unternehmen sind durchlässiger geworden, die Mischung wird bunter. Fachkompetenz ist zwar eine unverzichtbare Voraussetzung, aber eben nicht alles: Da deutsche Unternehmen auf allen Weltmärkten tätig sind, besinnen sie sich immer stärker auf internationale Managerkompetenz.
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