Von Kai Lange
mm.de: Nur jede fünfte der im "International Executive Panel 2007" (IEP) befragten Führungskraft glaubt, dass der "Master of Business Administration" (MBA) auf die Herausforderungen des wirklichen Lebens vorbereitet. In Deutschland genießt der MBA-Titel dagegen großes Vertrauen - zu großes?
Master of Business: Entscheidend ist, was nach dem MBA-Abschluss passiert
mm.de: Ein MBA aus Harvard reicht nicht?
Schmettow: Es ist natürlich ein exzellenter Start, aber nicht alles. Für einen guten Manager sind die zehn Jahre entscheidend, die nach dem Abschluss der Ausbildung kommen. Er muss Herausforderungen meistern, die mehr von ihm verlangen als nur seine fachliche Qualifikation. Solche für die persönliche und berufliche Entwicklung entscheidenden Situationen kann man im Ausland, aber auch in Deutschland durchlaufen.
mm.de: Man kann es also auch mit einer Ausbildung in Deutschland bis zum Topmanager schaffen?
Schmettow: Sagen wir es so: Deutschland hinkt noch hinterher, was die Ausbildung von Eliten anbetrifft. Doch dieses Ausbildungsmanko kann ein Manager in den ersten zehn Jahren nach der Ausbildung aufholen. Insofern ist ein MBA-Abschluss auch keine zwingende Voraussetzung für einen guten Manager.
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