Benutzername: KB_log
Beitrag: In der Tat hat der Grad der permanenten Erreichbarkeit dramatisch zugenommen. Aber hier gilt grundsätzlich: Wo der Trennungsstrich zwischen Job und Freieit/Familie verläuft, bestimmt man in weiten selber.
Dieses "ich muß ja erreichbar sein" ist ein Riesen-Selbstbetrug und billiges Argument sich hinter Anderen und deren wirklichen bzw., eher vermeintlichen Ansprüchen zu verstecken. Denn am Ende drückt jeder selbst für sich die "Stumm" oder "Aus" Taste und entscheidet damit, ob man erreichbar ist oder nicht. Und wem die Arbeitsbelastung zu viel wird, kann immer noch etwas anderes tun. Hier bin ich gnadenlos der Meinung von Hr. Spraenger: "Die Entscheidung liegt bei Dir. Und nur man selbst ist verantwortlich für sein Tun." Es ist eher ein Problem, das die Informationsflut in vielen Unternehmen nicht sauber gesteuert wird und man, gerade bei EMails, häufig in Themen involviert wird, die gar nicht die eigene Sache sein sind. Aber auch hier, erlebe ich immer wieder Menschen, die ach so selbstbestimmt sind und auf der einen Seite sagen "kopier mich mal mit ein" und auf der anderen Seite permanent klagen: "ich komme gegen meine Mail-Flut gar nicht mehr an". Die Ärmsten! Hier gilt: Selbstproduziertes Leid erhält keinerlei Gnade!
Benutzername: Udo Arno Kern
Beitrag: Ganz einfach, man muss das zulassen oder nicht, Laden im Griff, Privatleben im Griff. von NIX Kommt auch NIX, Wochende frei, und an seinen für sich selbst gemachten Zeitplan halten .
Benutzername: zachyyy
Beitrag: hallo liebes manager magazin. also wie soll denn ein solch gestresster manager die zeit dazu finden ein blog zu verfassen wenn er ja immer arbeiten muss. da stimmt was an der logik nicht :)
Benutzername: Dipl. Ing. Martina Kraft
Beitrag: Ich finde das völlig normal immer erreichbar zu sein. Handy, Laptop und blackberry sind doch die wahre Freiheit. Aus der Eisdiele telefonieren, am Pool mails schreiben und beim Schuhe kaufen erfahren, dass der Deal am anderen Ende der Welt funktioniert hat. Ich bin nicht mehr an den Schreibtisch gefesselt, sondern kann auch mal raus, wenn mir danach ist.
Ich habe meinen Kunden immer gesagt: "Ich nehme Ihr Geld auch Sonntags", die fanden das immer cool.
Wer das alles nicht will kann die Geräte ja ausmachen.
Benutzername: Rudolf
Beitrag: Aus Erfahrung kann ich Ihrem Beitrag nur zustimmen.Besonders für Eigentümer aber auch für angestellte Manager ist die Vereinbarung von Job und Familie kaum machbar (siehe hohe Scheidungsquote). Hinzu kommt der weltweite Wettbewerb, der immer brutaler wird. Also: keine guten Aussichten für Familienmenschen, sondern nur für Übermenschen! In diesem Sinne!
Benutzername: Emely13
Beitrag: In meinem Job (Investmentbanking/M&A) arbeite ich jeden Tag mind. 14/15 Stunden, muss permanent auf Handy und Blackberry erreichbar sein.
Auf der einen Seite lernt man dadurch viel schneller (klar man arbeitet mehr), auf der anderen Seite ist die Belastung und der Druck sehr hoch. Ich finde es ok dies fuer einige Jahre zu machen, da man sich auf diesem Wege eine gute Position und Wissen erarbeiten kann auf der anderen Seite ist es langfristig mit einem vernuenftigen Privatleben nicht vereinbar, da ein Partner mit einem "normalen" Job kaum Verstaendnis dafuer hat - zurecht.
Leider ist es letztendlich so, dass oftmals totale Freaks und Leute die wenig soziales Leben haben in diesem Umfeld am besten weiterkommen, da sich fuer sie die Entscheidung Privat oder Job nicht wirklich stellt.
Menschen die ein normales Privatleben haben wird es irgendwann zu bloed 100% verfuegbar zu sein muessen und kein wirkliches Privatleben zu haben. Ein extrem hohe Bezahlung reicht dann meist als Ausgleich nicht mehr.
Fazit: die uebriggebliebenen Workaholics in den hoeheren Positionen bewaeltigen dieses Arbeitspensum weil es ihnen gefaellt, sind aber oftmals sozial etwas unterentwickelt.
Benutzername: wilkem
Beitrag: Gute Führungskräfte, die ihre Mitarbeiter/innen zu Erfolgen führen und angekündigte Ergebnisse liefern, benötigen eine solche Allzeitpräsenz nicht. Sie und ihr Umfeld wissen, dass ihre Leistung und Eigenschaften effizient und effektiv zeitnah abgerufen werden können. Es belastet gute Führungskräfte deshalb auch nicht, sollte ihre Einbindung ausserhalb des normalen betrieblichen Ablaufs erforderlich werden.
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