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22.01.2007
 

Gründer-Kolumne

Web 3.0 in den Startlöchern

Von Tobias Kollmann

Neue Technologien ermöglichten in den vergangenen Jahren eine wahre Explosion an Web-2.0-Angeboten. Inzwischen haben Nutzer jedoch zunehmend weniger Lust, sich in den Informations- und Angebotswüsten zurechtzufinden. Die Nachfolgeversion stellt daher die Bedürfnisse der Kunden in den Mittelpunkt: Aus E-Business wird (M)E-Business.

Über viele Jahre hinweg wurde das Internet als Technologie erlebt, die es erlaubt, Daten, Informationen oder Medien zu publizieren und zu verteilen. Die Rollenverteilung der beteiligten Personen war zweiteilig: Zum einen gab es aktive Ersteller von Webinhalten, die - teils kommerziell, teils privat - Informationen einstellten und publizierten. Zum anderen gab es passive Konsumenten, die sich lediglich die bereitgestellten Inhalte ansahen und auch gar keine andere Option hatten, als die Informationen zu empfangen und zu konsumieren.

Web 2.0: Die Nutzer stellen die Inhalte inst Internet
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Web 2.0: Die Nutzer stellen die Inhalte inst Internet

Ohne dass man es an einer bestimmten Technologie oder einem einzelnen Ereignis festmachen konnte, hat sich seit 2005 das Gefühl verbreitet, dass sich eine wesentliche Veränderung anbahnte, wie das Netz gesehen und genutzt werden sollte. Das Web 2.0 war geboren.

Wenn man sich die einschlägigen Web-2.0-Plattformen wie Xing, StudiVZ oder YouTube anschaut, geht es stets um die Beiträge vieler Menschen. Der Communitygedanke steht ganz klar im Vordergrund und bildet nicht zuletzt die Basis vieler neuer Onlinegeschäftsideen, an die vor einigen Jahren noch nicht zu denken war.

Kontakt zum Kunden für wenig Geld

Aber das Web 2.0 bietet noch mehr: Mit Techniken wie Weblogs können Unternehmen jeder Art in einen Dialog mit ihren Kunden treten und ihren Internetauftritt bereichern – auch wenn die eigene Kasse nur wenig Geld für Marketing und Webangebot bereithält. Wer das Web 2.0 zur Kommunikation mit dem Kunden einsetzt, kann die gleichen Erfolge erzielen wie Mitbewerber, denen große Marketingbudgets zur Verfügung stehen.

Ähnlich verhält es sich mit Mash-ups, also der Einbindung externer Webanwendungen in die eigene Website. Diese bereichern viele Unternehmen beispielsweise durch die Integration von Google-Maps – ohne dass dabei hohe Entwicklungskosten zum Tragen kommen.

Das Web und die damit in Verbindung stehende Geschäftswelt hat mittlerweile eine neue Stufe der Entwicklung erreicht, so viel ist sicher. Doch wir sind noch lange nicht am Ende. Nach einem Web 2.0 kommt sicher auch ein Web 3.0 – die Innovationszyklen in den neuen Branchen werden auch weiterhin die Umsetzung neuer Geschäftsideen ermöglichen. Aber wie sieht es aus, das Web der Zukunft?

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