Karrieremanager magazin RSS  - Karriere - Karriere


04.12.2006
Twitter GooglePlus Facebook

Serviceclubs

"Qualität zählt mehr als Vitamin B"

Von Simon Hage

6. Teil: "Die altruistische Komponente"

mm.de: Wie laufen solche Treffen ab?

Gradinger: Die Mitglieder hören sich einen Vortrag an und überlegen, wie sie das nächste soziale Projekt organisieren können. Dann werden Aufgaben verteilt - beispielsweise, wer einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt organisieren soll.

Exklusives Business-Netzwerk


Die manager-lounge bietet Führungskräften die Möglichkeit, sich aktiv und unkompliziert zu vernetzen, direkt miteinander zu kommunizieren und so neue Geschäftschancen auszuloten.

Jetzt informieren.
Außerdem gibt es zweimal im Jahr an verschiedenen Orten auf der Welt internationale Treffen, zu denen wir mit unseren Freundinnen, Frauen oder Familien anreisen. Dadurch soll internationale Kommunikation gefördert werden. Ich habe zuletzt an einem Treffen in Schottland teilgenommen.

mm.de: Bei Serviceclubs geht es also letztlich eher um Wohltätigkeit als um reines Karrierestreben.

Gradinger: Auf jeden Fall. Round Table Deutschland zum Beispiel organisiert das Projekt "Children's Wish", dessen Schirmherrschaft Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen übernommen hat. Wir ermöglichen dabei schwerkranken Kindern, sich einen Wunsch zu erfüllen. Wenn ein kranker Junge einmal in einem Cockpit mitfliegen möchte, genügt ein Anruf bei einem Clubfreund, der bei einer großen Fluggesellschaft arbeitet. Dann gab es das Beispiel eines Jungen, der in einem großen Bagger mitfahren wollte. Um das zu ermöglichen, mussten wir nur einen Bauunternehmer im Club kontaktieren.

mm.de: Das klingt sehr begrüßenswert. Aber denken wirklich alle Clubmitglieder derart uneigennützig? Oder gibt es auch egoistische Motive für einen Beitritt?

Gradinger: Ich habe Interviews mit Clubmitgliedern in ganz Deutschland geführt, um ihre Motive herauszufinden. Es hat sich herausgestellt, dass sehr viele ältere und beruflich sehr erfolgreiche Mitglieder das Bedürfnis hatten, etwas Gutes für andere zu tun. Das ist die altruistische Komponente.

Doch was nützt die Mitgliedschaft dem einzelnen Mitglied selbst? Ein Motiv ist hierbei die Suche nach Freunden außerhalb des eigenen Bekanntenkreises. Für die meisten Clubmitglieder besteht der Eigenwert einer Mitgliedschaft allerdings darin, ihren Horizont zu erweitern. Zweimal im Monat treffen sich Menschen aus völlig verschiedenen Berufen. Der Handwerker kann sich beispielsweise mit dem Chefarzt unterhalten. Auf der Straße hätten sich die beiden vermutlich nie kennengelernt.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Vorstandsassistenten
Karriere am Puls der Macht
Golfballtaucher
Der nasse Riese und sein weißes Gold
Kultberater
McKinseys milliardenschweres Netzwerk
Uni-Präsident über den Bachelor
"Hochschulen sind keine Lernfabriken"

© manager magazin online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken