23.10.2006
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Zeitarbeit

Das Problem der Leihkräfte

2. Teil: Wachstumsbranche Zeitarbeit

Wachstumsbranche Zeitarbeit

Tatsächlich wird in der Branche ein weiteres Wachstum erwartet: Der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IGZ) geht davon aus, dass sich die Zahl der Zeitarbeiter innerhalb der nächsten fünf Jahre auf eine Million erhöhen wird.

Verfechter der Zeitarbeit: Ex-Superminister Wolfgang Clement will Deutschland auf europäisches Niveau hieven
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DPA

Verfechter der Zeitarbeit: Ex-Superminister Wolfgang Clement will Deutschland auf europäisches Niveau hieven

Zeitarbeiter sind inzwischen derart gefragt, dass ihre Vermittler sogar Personalnotstand beklagen. So erklärte Marktführer Randstad unlängst, rund 6000 offene Stellen zu haben. Gesucht sind offenbar insbesondere Ingenieure und andere qualifizierte Fachkräfte.

Anfang Oktober hat der Personalvermittler Adecco einen prominenten Protagonisten gewonnen: Der ehemalige Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement übernimmt den Vorsitz der Forschungseinrichtung "Adecco Institute" in London, das kommende Woche eingerichtet wird. Der Aufgabenbereich des Instituts reicht von der Erforschung der Auswirkungen der Arbeit auf den Einzelnen über die Entwicklung von Modellen zur Organisation von Arbeit in Unternehmen bis hin zu Fragen der Verteilung von Arbeit in der Gesellschaft.

"Ich möchte mit dem Adecco-Institut dazu beitragen, dass die Zeitarbeit in Deutschland europäisches Niveau erreicht", sagte Clement bei Bekanntwerden der Personalie gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Das bedeute, dass der Anteil der Zeitarbeit an der Gesamtbeschäftigtenzahl von derzeit rund einem auf drei bis fünf Prozent steige.

"In Deutschland wird sich die Zeitarbeit dynamischer entwickeln als der Durchschnitt der Wirtschaft", erklärte Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Budesagentur für Arbeit, im Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung". Die Temporärarbeit habe in Deutschland bislang kein gutes Image gehabt: Häufig habe es sich dabei um schwere Arbeit mit kurzen Beschäftigungszeiten gehandelt. Als weitere Probleme nannte Alt Wohnortferne und niedrige Entlohnung. "Das Ansehen steigt aber zunehmend, nicht zuletzt dank interessanteren Tätigkeiten, qualifizierter Arbeit und Tarifverträgen."

manager-magazin.de mit Material von dpa

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