Hamburg - Kurz nach dem Einstieg des US-Finanzinvestors J.C. Flowers verliert die in Hamburg und Kiel ansässige HSH Nordbank einen weiteren Vorstand. Firmenkunden- und Sparkassenvorstand Ulrich Ellerbeck (54) wird die Bank zum 1. November verlassen. Ellerbeck trenne sich im gegenseitigen Einverständnis von der Bank, sagte eine Pressesprecherin gegenüber manager-magazin.de.
Die Spitzenpersonalie soll bereits auf der nächsten Aufsichtsratssitzung der Landesbank am 1. November behandelt werden. Ein Nachfolger sei noch nicht gefunden, so die Sprecherin.
Grund für die Trennung sollen Pläne des zum Jahreswechsel antretenden neuen HSH-Chefs Hans Berger sein, den Vorstand der Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein neu zu ordnen.
Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge wollte Ellerbeck die massive Volumenausweitung in der Schiffs- und Immobilienfinanzierung nicht mehr mittragen. Zudem sei die Chemie zwischen dem Vorstand und dem künftigen HSH-Chef Berger nicht optimal gewesen. Die HSH-Sprecherin wollte dies nicht kommentieren.
Die HSH muss mit Ellerbecks Abgang inmitten einer wichtigen Umbruchphase in kurzer Zeit zwei Vorstandsposten neu besetzen. Erst im August hatte Vorstandschef Alexander Stuhlmann (58) seinen Rücktritt angekündigt - aus persönlichen Gründen, wie es offiziell hieß.
Der designierte HSH-Chef Berger (56) wird zum Jahreswechsel sein bisheriges Ressort mit aller Wahrscheinlichkeit abgeben. Berger ist unter anderem für den wichtigen Bereich Schiffsfinanzierung verantwortlich. Die HSH ist der weltgrößte Schiffsfinanzierer.
manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters
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