Von Helmut Reich
mm.de: Sie beraten Menschen im Alter von etwa 50 Jahren in beruflichen und persönlichen Umbruchphasen. Ist es ein neuer Trend, dass sich Menschen in dieser Lebensphase noch einmal beruflich umorientieren und den Schritt in die Selbstständigkeit wagen?
Es dauert oft Jahrzehnte:
Sich aus den Fesseln eines Unternehmens befreien
mm.de: Für den Wunsch, sich von zeitraubenden Meetings, Reisen und internen Querelen zu verabschieden, die Routine zu durchbrechen und eigene Ideen zu verwirklichen, geben die Arbeitnehmer viele Sicherheiten auf.
Birkner: Gerade in der heutigen Zeit handelt es sich dabei oft nur um gefühlte Sicherheiten. Der Gedanke, sich von den goldenen Fesseln des Unternehmens zu befreien, schlummert bei vielen Arbeitnehmern allerdings seit Jahren.
Von der ersten Unzufriedenheit bis zur Entscheidung vergehen manchmal sogar Jahrzehnte. Meistens bedarf es dann eines Kicks von außen, zum Beispiel bei internen Umstrukturierungen im Unternehmen. Viele Menschen sagen sich, wenn es nach so langer Zeit Veränderungen gibt, dann aber auch richtig.
© manager magazin Online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH