Von Christian Jerusalem
Demut keine Schwäche
Eigenschaften wie Erfolg zu teilen, Demut und hohe Identifikation mit Mitarbeitern und Firma können also auch heute sehr wohl noch zum Verhaltensrepertoire von Top-Managern zählen. Doch wie besetze ich unternehmenskritische Positionen mit den richtigen Führungskräften? Und vor allem: Wie erkenne ich eigentlich eine Führungskraft, die zu meiner Strategie, Kultur und Situation passt?
Motivation ist entscheidend: Nur wer selbst Begeisterung ausstrahlt, kann seine Mitarbeiter mitreißen
Ob dies nun die Manager sind, die die nächsten Jahre und Jahrzehnte prägen werden, wird sich zeigen. Per Ferndiagnose kann dies nicht beantwortet werden. Auch die genannten Herren passen in keine Schablone. Aber das beschriebene Handlungsumfeld passt sehr gut auf diese Männer und ihre Herausforderungen.
Dafür brauchen sie ungeheure Motivation. Sie werden jedoch nur dann dauerhaft Erfolg haben, wenn sie eines hinbekommen: Die Führungsmitarbeiter und Führungsteams zu identifizieren und zu fördern, die neben dem "Wissen" und "Können" eben auch dieses "Wollen" mitbringen. Oder anders: Das Wissen über das zukünftige Potenzial wird erst dann wirklich aussagekräftig, wenn man auch seine Ursachen kennt, ob und inwieweit jemand bereit ist, sich "richtig" verhalten zu wollen.
Glaube an den Aufbruch
Motivation ist ein Talent. Und in diesem Kontext kommt dem Talent Management eine zunehmend wichtigere Funktion zu. Denn die Kluft zwischen den vorhandenen und den benötigten Managementtalenten ist einer der Hauptgründe für fehlgeschlagene Unternehmensstrategien. Es ist wahrscheinlich der limitierende Faktor überhaupt.
Braucht das Land also neu motivierte Führungskräfte? Sicher ist nur, dass die Arbeit von morgen nur bedingt mit den Führungskräfte- und Motivationsprofilen von heute bewältigt werden kann.
Insofern nochmals: Ja, es werden neue Führungskräfte gebraucht - permanent und überall. Es ist eine Daueraufgabe für jedes Unternehmen, die geeigneten Personen zu identifizieren und zu entwickeln. Aber es heißt nicht, dass immer gleich eine Person ausgetauscht werden muss oder die "alten" Wirtschaftslenker wiedererweckt werden müssen. Ich glaube an die Kraft zum Aufbruch und zur Erneuerung der jetzigen Generation.
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