Donnerstag, 9. Februar 2012, 12:40 Uhr

manager magazin



Karrieremanager magazin RSS  - Karriere - Karriere

Alle Artikel und Hintergründe

31.07.2006
 

Studienabbrecher

Auf zu neuen Ufern

Ein Viertel aller angehenden Akademiker bricht sein Studium ab. Aber was wird aus den verhinderten Magistern, wenn sie nicht gerade Bill Gates, Steven Spielberg oder Günther Jauch heißen? Für die berufliche Zukunft ist eine solche Entscheidung nicht unbedingt ein Makel. Auch Studienabbrecher können Karriere machen.

Berlin/Hamburg - Das vorzeitige Ende einer akademischen Ausbildung ist nichts Ungewöhnliches. Laut einer Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) in Hannover brechen rund 25 Prozent der Studierenden eines Jahrgangs ihr Studium ab.

Freibeuter des Arbeitsmarktes: Studienabbrecher finden in vielen Nischen Unterschlupf
Zur Großansicht
Buena Vista

Freibeuter des Arbeitsmarktes: Studienabbrecher finden in vielen Nischen Unterschlupf

Die Gründe sind vielschichtig. "Häufig sind es Motivationsprobleme", sagt Hans-Jürgen Awe, Berater für akademische Berufe bei der Arbeitsagentur in Berlin-Mitte. Nicht wenige Studierende fühlten sich an den anonymen Universitäten regelrecht unwohl. Der Wechsel an eine Fachhochschule könne in diesem Fall eine Alternative sein. "Sie sind überschaubarer und praxisnäher", erläutert Awe.

Auch finanzielle Gründe spielen häufig eine Rolle. Für Studierende, deren Eltern über wenig Geld verfügen, werde das Studium immer schwieriger, beobachtet Susanne Bollinger, Mitarbeiterin des Zentrums für Studienberatung und Psychologische Beratung (ZSPB) der Universität Hamburg. Bafög-Leistungen wurden gekürzt, vielerorts müssen zudem Studiengebühren aufgebracht werden. "Es gibt Studiengänge, da haben Studierende einen Achtstundentag", so Bollinger. "Wer am Wochenende noch kellnern muss, um das Studium mitzufinanzieren, benötigt viel Kraft."

Besonders hoch ist die Abbrecherquote in Fächern wie etwa den Sprach- und Kulturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und der Informatik. Unter Medizin-Studenten und angehenden Lehrern ist die Quote niedriger. "Geisteswissenschaftler brauchen viel Eigenmotivation", erklärt Susanne Bollinger. Denn oft seien die Berufsperspektiven unklar. In den Naturwissenschaften sowie in Betriebswirtschaftslehre führten dagegen meist hohe Leistungsanforderungen zu einem Abbruch.

Wer bereits in den ersten Semestern feststellt, dass er mit dem Studium nur schwer vorankommt, kann sich an die Fachbereichsberater oder die Studienberatung seiner Hochschule wenden. "Viele Studierende suchen zwar eine Beratung auf. Die Entscheidung über Abbruch oder Fortsetzung des Studiums wird jedoch immer wieder hinausgeschoben", bemängelt Berater Awe. Es sei besser, Vor- und Nachteile abzuwägen und die Konsequenzen zu ziehen.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben