Von Eva Buchhorn
Nicht zuletzt werten Episoden über die berufliche Historie den schriftlichen Lebenslauf auf, den Berater und Kandidaten gemeinsam erarbeiten.
Auch dies ist eine Kunst: Im Lebenslauf soll sich der Manager als Führungskraft angemessen präsentieren, ohne zu protzen. Das erreicht er, indem er wesentliche Projekte knapp und präzise beschreibt.
So kam Krüger auf ein ansehnliches Konvolut von drei Seiten - "ohne dass ich das Gefühl hatte, ich hätte gefaselt." Es sind solche Tricks und Kniffe, mit denen sich der Manager unter dutzenden Mitbewerbern einen deutlichen Vorsprung verschaffen kann - indem er sich einfach ein wenig eleganter verkauft.
Rund vier Wochen täglicher, konzentrierter Trockenübungen hatte Frank Krüger hinter sich, als seine Beraterin die Jagd nach einem neuen Job für eröffnet erklärte.
Das Instrumentarium des Outplacement-Beraters ist im Prinzip dasselbe wie bei jeder Bewerbung: Die Kandidaten nutzen Internetjobbörsen und Tageszeitungen und schreiben gezielt Initiativbewerbungen. Nicht selten stellt der Berater auch selbst den Kontakt zu einem Headhunter her.
Als wirksamstes Instrument bewerten die Bewerbungsexperten jedoch das Kontaktnetz des Klienten. Brancheninternen Studien zufolge wird fast jeder dritte Job auf dem verdeckten Arbeitsmarkt gefunden, eben mit Hilfe persönlicher Beziehungen.
Der Einsatz der eigenen Kontakte ist ein Geduldsspiel und zahlt sich meist erst nach Monaten aus. Aus vielen Gesprächen spinnt der Bewerber ein feines Netz aus Informationen über die Branche, über passende Unternehmen und die richtigen Ansprechpartner.
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