Von Alfred Dersidan
Findet sich jedoch kein Käufer, werden die Erfindungen entweder weiterentwickelt oder in Form eines Start-Up-Unternehmens vermarktet. Aus solchen Start-Ups von Stanford-Studenten und Professoren entstanden beispielsweise die Internet-Firmen Ebay
und Yahoo
. Derzeit verwaltet das "Office of Technology Licensing" die Vermarktung von mehr als 1300 Technologien und Erfindungen.
Die starke Betonung naturwissenschaftlicher und technologischer Forschung hat allerdings zur Vernachlässigung der kommerziell weniger nutzbaren Geisteswissenschaften, der alten Sprachen und feinen Künste geführt.
Insbesondere in den Zeiten des Internet-Rausches drohte Stanford der Verlust von führenden Positionen in Fachbereichen wie Geschichte, Pädagogik oder Philosophie. Während Studenten eigene Internet-Firmen gründeten in der Hoffnung auf einen anhaltenden Boom im Silicon Valley, sank das Interesse an den Geisteswissenschaften rapide.
Es bedurfte massiver Investitionen und aggressiven Marketings, um wieder mehr Studenten für solche Fächer zu begeistern. Heute wird studentische Forschung in den Künsten ebenso gefordert und gefördert wie die Biotechnologie und Informatik. Passend dazu wurde natürlich auch ein neuer Preis ausgeschrieben: die "Goldman Medal" erhalten seit einigen Jahren all diejenigen, die ihr Talent in den feinen Künsten durch eigene Forschung unter Beweis gestellt haben.
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