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16.02.2006
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Gehaltsvergleich

Glückliche Banker, arme Forscher

2. Teil: Schlüsselindustrien locken mit hohen Gehältern

Trend zu variablen Bestandteilen

Denn die Industrie lockt fast immer mit höheren Gehältern. Vor allem sogenannte Schlüsselindustrien wie die Autoindustrie sind seit Jahren für ein hohes Gehaltsniveau bekannt. Auch Versicherungen und Unternehmen aus der Konsum- und Gebrauchsgüterindustrie zahlen gut. Kein Wunder, denn diese Branchen werden von Großunternehmen geprägt - und ein Wechsel ins Großunternehmen wirkt sich fast immer positiv auf das Gehalt aus.

Wachstumsbranchen zahlen meist mehr

Dort, wo es den Unternehmen gut geht, lässt sich auch besser übers Gehalt verhandeln. Die Luftfahrt etwa ist momentan ein echter Jobmotor, Ingenieure werden intensiv gesucht und mit attraktiven Gehaltspaketen geködert. Das Branchenranking zeigt: Die Gehälter in der Luftfahrt liegen rund sieben Prozent über dem Gesamtdurchschnitt.

Branchen-Beispiele: Wiwis
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Branchen-Beispiele: Wiwis

Gehälter werden grundsätzlich stark vom Umsatzpotential des jeweiligen Produktes bestimmt. So sind die Gehälter im Marketing eines Chemieunternehmens höher als im Marketing eines Kinderhilfswerks. Der Grund liegt auf der Hand: Mit chemischen Produkten lässt sich mehr Geld verdienen als mit Kinderpatenschaften.

Aber auch Branchen unterliegen "Moden" und dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Beispiel Personalberater: Sie konnten vor zehn Jahren noch astronomisch hohe Gehälter einfahren. Stellen gab es genug, rar waren geeignete Bewerber. Heute ist es genau umgekehrt: Stellen sind knapp, Bewerber gibt es viele. Im PersonalMarkt-Ranking liegen die Gehälter für Personalberater aktuell 15 Prozent unterhalb des Gesamtdurchschnitts.

Kein Gehalts-Automatismus

Auch die IT-Branche hat stürmische Zeiten hinter sich, bei den Gehältern gab es in den letzten Jahren ein regelmäßiges Auf und Ab. Für einen neuen "Hype" in der Branche gibt es zwar keine Anzeichen, aber doch für eine vernünftige Aufwärtsbewegung der Gehälter. Momentan liegen die Gehälter für Softwarespezialisten gut acht Prozent über dem Gesamtdurchschnitt.

Ein Automatismus nach dem Schema "positiver Branchentrend bedeutet steigendes Gehalt" lässt sich daraus allerdings nicht ableiten. Ob sich das eigene Salär gemäß dem Branchentrend verhält, liegt immer häufiger am Mitarbeiter selbst. Gehälter werden nämlich zunehmend unternehmerisch strukturiert.

Das heißt im Klartext: Ein Gehaltspaket enthält immer häufiger und immer höhere variable Bestandteile. Damit entscheidet zu einem großen Teil der persönliche Beitrag, den jemand für den Unternehmenserfolg leistet, über die Höhe seines Gehaltes.

Von Heike Friedrichsen, Personalmarkt.de

(* Name geändert)

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