Von Martin Scheele
mm.de: Welche Begründung haben Sie dafür?
mm.de: Zugespitzt gefragt: Hat Karriere ein Geschlecht?
Mayrhofer: Zynisch gesprochen: Ja! Karriere ist ein Stück männlich. Männer haben im Schnitt deutliche Vorteile, was späteres Einkommen angeht. Im absoluten Topmanagement ist dies allerdings nicht mehr so. Wie eine Studie der amerikanischen Kollegin Susan Adams und ihrer Kollegen ergab, die die Einkommen der CEOs von 1500 großen amerikanischen Unternehmen verglich, gibt es keinen Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern. Weibliche CEOs verdienen im Endeffekt sogar mehr.
Mayrhofer: Wir haben als Einflussfaktoren für das Verhältnis von subjektivem und objektivem Karriereerfolg das Geschlecht, den sozioökonomischen Hintergrund und verschiedene personenbezogene Merkmale zu Grunde gelegt.
Dabei ist ganz deutlich geworden, dass Führungsmotivation den größten Einfluss hat. Personen, die also sehr gewillt sind, Führungsverantwortung zu übernehmen, sind objektiv wie subjektiv erfolgreicher. Anders gesagt: Führungsmotivation fördert den objektiven und den subjektiven Karriereerfolg. Dagegen ist der Einfluss der Leistungsmotivation, Gewissenhaftigkeit, emotionaler Stabilität, Kontaktfähigkeit und Flexibilität auf objektive Merkmale des Karriereerfolgs zwar nachweisbar, aber nicht sehr hoch.
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