Von Klaus Werle
5. Preis: Holger Asseburg, Diplomökonom
Am Wettbewerb "CEO of the Future" hatte es Holger Asseburg besonders das Knifflige angetan, das Ersinnen und Austesten immer neuer Strategien. Nicht umsonst nennt der 29-Jährige als seine Hobbys "Gehirnforschung, Psychologie und Denksport" - neben klassischem Sport (Laufen, Tischtennis) sowie Reisen und Fotografie.
Asseburg, der nach Abitur und Wehrdienst in Hannover Wirtschaftswissenschaften studierte (Diplom-Note: 1,5), denkt gerne in großen Systemen. Seine Diplomarbeit schrieb er über "Relative Performancebewertung in Oligopolmärkten".
Seit Februar 2002 arbeitet er an seiner Promotion. Arbeitstitel: "Bedeutung von Markteffekten für die Gestaltung von Anreizsystemen". Daneben ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Unternehmensrechnung und Controlling der Universität Tübingen beschäftigt.
Für jemanden, der die 30 noch nicht erreicht hat, kann Asseburg bereits eine beachtliche Reihe von Veröffentlichungen und Lehrtätigkeiten vorweisen. Für die NordLB aktualisierte er das Lexikon "Fachbegriffe Volkswirtschaft".
Er hat Vorträge über sein Diplomarbeitsthema gehalten und als Tutor für Mathematik und Mikroökonomie an der Uni Hannover gearbeitet. Außerdem leitet der gebürtige Niedersachse regelmäßig Veranstaltungen über wissenschaftliches Arbeiten und betreut Seminar- sowie Diplomarbeiten.
Der Preis beim Wettbewerb von manager magazin und McKinsey "hat mich ziemlich überrascht", sagt der Diplomökonom. Erstmal will er jetzt seine Doktorarbeit durchziehen. Für nächstes Jahr plant er einen mehrmonatigen Forschungsaufenthalt an der Stanford University oder an der University of British Columbia in Vancouver. "Aber wer weiß", sagt Asseburg, "das Beratungsgeschäft könnte mich schon auch reizen."
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