In den Antworten auf die Fragen, wen sich die Studierenden als künftigen Arbeitgeber wünschen und nach welchen Kriterien sie dabei ihre Auswahl treffen (wollen), spiegelt sich die Einschätzung, dass eine sichere berufliche Zukunft heutzutage vor allem auch mit Innovationsfähigkeit der Unternehmen und internationaler Orientierung verknüpft ist.
Dass ein Unternehmen innovativ ist beziehungsweise aus einer Zukunftsbranche kommt, ist für 81 Prozent ein (besonders) wichtiger Aspekt bei der Wahl des künftigen Arbeitgebers, hierbei vor allem für Naturwissenschaftler (88 Prozent) und angehende Ingenieure (91 Prozent). Als vergleichbar relevant wird die internationale Orientierung der Firma eingestuft (81 Prozent), auf ihr Renommee achten immerhin 77 Prozent.
Dicht dahinter folgt das Kriterium der wirtschaftlichen Stärke, von 73 Prozent als bedeutsam für die Arbeitgeberwahl genannt, von Studierenden der Wirtschaftswissenschaften sogar zu 85 Prozent. Mit an der Spitze steht zudem ein an den individuellen Interessen ausgerichteter Aspekt: 76 Prozent erwarten, dass ihr künftiges Arbeitsverhältnis in ein erkennbares Personalentwicklungskonzept des Unternehmens eingebettet ist.
Öffentlicher Dienst als attraktive Option
Hinter diesen Kriterien treten andere deutlich zurück. 58 Prozent sehen im Öffentlichen Dienst oder in einer staatlichen Institution einen Arbeitgeber, den sie bei der Entscheidung für eine Arbeitsstelle bevorzugt in Betracht ziehen würden. Aber auch Großunternehmen wären für 57 Prozent bei der Wahl des künftigen Arbeitgebers eine attraktive Option, insbesondere für Studierende aus wirtschaftswissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen. Mit 49 Prozent haben mittelständische Unternehmen eine vergleichsweise geringe Anziehung für die Befragten.
Die befragten Studierenden im Hauptstudium erwarten, dass sie künftig 47,7 Stunden pro Woche arbeiten müssen. Der Druck der Verhältnisse und die öffentliche Diskussion um Arbeitszeiten hat das Bewusstsein offensichtlich bereits so stark verändert, dass Arbeitszeiten demnächst für möglich gehalten werden, die vor der Zeit der Fünf-Tage-Woche als regulär galten. Hinzu kommt aber sicher auch die Erkenntnis, dass von sehr qualifizierten Arbeitskräften ein zeitlich hoher Aufwand jenseits von Tarifverträgen abverlangt wird.
Dabei gehen natürlich auch einige von geringeren künftigen Arbeitszeiten aus. Mit Zeiten unterhalb der 40-Stunden-Woche rechnen 8 Prozent, 28 Prozent halten 40 Wochenstunden für wahrscheinlich. Alle übrigen vermuten eine Wochenstundenzahl über diesem Limit: 18 Prozent 41 bis 45 Stunden, noch mehr sogar, 25 Prozent, 46 bis 50 Stunden. Auf Zeiten zwischen 51 und 60 Wochenstunden taxieren insgesamt 14 Prozent ihre künftige Wochenarbeitszeit. Noch einmal 6 Prozent schließen nicht aus, dass der Schnitt über 60 Stunden liegen werde.
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