Von Martin Scheele
Hamburg - Unten steht der Hafenarbeiter mit'm Pott Kaffee in der Hand und hält einen Schnack mit dem Kollegen. "Wie hat Dir die Currywurst geschmeckt? Hast Du Dich schon für die Preisskatrunde an Weihnachten eingetragen?" Diese Themen bewegen hier die Menschen.
Fünf Etagen höher, in diesem quadratischen weißen Bau an der Autobahn A7 herrscht hanseatische Gediegenheit. Hafenbilder hängen in den Fluren, ebenso Bilder moderner Kunst mit viel Blau und grauen Strichen. Schreitet man den Gang zum Konferenzraum entlang, erblickt man ein Dreimastermodell von einem Meter Länge, das den Gang schmückt. Ein dicker Fußboden schluckt jeden Schritt.
Von hier oben aus regiert also Eurogate das europäische Containergeschäft. Ein Unternehmen, dessen Lebenszeit eigentlich von Anfang an begrenzt und dessen Untergang auf Grund der Konstruktion nur eine Frage der Zeit schien. Schließlich gehört das Joint Venture je zur Hälfte einem privaten Unternehmer, der bislang durch den Hang zur Selbstständigkeit auffiel, und einem staatlichen Unternehmen. Nicht genug dieser schwierigen Konstellation, stehen am Ruder dieses Joint Ventures auch noch zwei gleichberechtigte Unternehmerkapitäne. Läuft also bei Eurogate alles im Schildkrötentempo ab?
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"Die Sache klappt bestens", widerspricht Emanuel Schiffer (52) dieser Annahme, lehnt sich zurück und zündet sich eine Zigarette an. Er lässt im Gespräch mit manager-magazin.de keinen Zweifel aufkommen, dass es zu irgendwelchen Problemen mit seinem Geschäftspartner Thomas Eckelmann (53) kommen könnte. Im Gegenteil: "Dieses Joint Venture ist vor allem durch uns beide zustande gekommen", sagt Schiffer, hier in der Vorstandsetage von Eurogate, fast frei von Selbstlob. "Wir verstehen uns einfach gut."
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