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25.10.2004
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Karriere

"Fachkompetenz allein reicht nicht"

Etwa 250.000 Akademiker sind aktuell in Deutschland arbeitslos. Von der Zahl sollten sich Hochschulabsolventen jedoch nicht entmutigen lassen, meint Hochschulforscherin Hildegard Schäper und erklärt, was Absolventen mitbringen müssen, um Erfolg zu haben.

Frage:

Die Quote arbeitsloser Akademiker lag im vergangenen Jahr mit 4,6 Prozent deutlich unter der allgemeinen Arbeitslosenquote von 10,6 Prozent. Sie sind Mitautorin der Studie, bei der HIS Hochschulabsolventen befragt hat, die ihren Abschluss etwa fünf Jahre hinter sich liegen haben. Wie viele davon standen denn in einem festen Beschäftigungsverhältnis?

  Studenten-Angst:  Nach dem Examen zum Arbeitsamt
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DDP

Studenten-Angst: Nach dem Examen zum Arbeitsamt

Hildegard Schäper: Fünf oder fünfeinhalb Jahre nach Hochschulabschluss sind insgesamt ungefähr 90 Prozent der befragten Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen regulär erwerbstätig. Das ist natürlich etwas unterschiedlich je nach Fach. Traditionell haben Absolventinnen und Absolventen der Geisteswissenschaften etwas größere Schwierigkeiten, in den Arbeitsmarkt hineinzukommen. Und natürlich gibt es auch Unterschiede zwischen den Fächern, die konjunkturbedingt sind. Derzeit haben die baubezogenen Studiengänge wie Architektur oder Bauingenieurwesen größere Probleme. Aber insgesamt sagen auch alle Zahlen, dass im Vergleich zu anderen Qualifikationsgruppen Akademikerinnen und Akademiker vergleichsweise gute Chancen haben.

Frage: Sie haben sich bei Ihrer Befragung ja speziell auf die Kompetenzen der Absolventen und auf die Anforderungen der Arbeitgeber konzentriert. Was müssen Absolventen im Jahr 2004 mitbringen, um beruflich Erfolg zu haben?

Schäper: Zwei grobe Antworten. Die erste: Ohne Fachkompetenzen geht es selbstverständlich nicht, das müssen alle Hochschulabsolventinnen und Absolventen mitbringen. Es lässt sich aber auch eine etwas andere Aussage dazu formulieren: So bedeutsam diese Fachkompetenzen auch sind, um die beruflichen Anforderungen zu bewältigen - sie genügen nicht, professionelle Handlungsfähigkeit herzustellen. Das heißt, hinzu kommt etwas, was wir als Schlüsselfähigkeit bezeichnen: Fähigkeiten, Wissen, auch allgemeine Einstellungen, die nötig und in verschiedenen Bereichen anwendbar sind, um komplexe Probleme lösen zu können. Ein Mediziner muss sicherlich die Anatomie des Körpers beherrschen, ein Ingenieur muss vielleicht wissen, wie man eine Maschine konstruiert. Aber beide müssen kommunizieren können.

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